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Neue Studie bestätigt: Rosazea ist erblich und möglicherweise an Diabetes gekoppelt

Aus Studien geht hervor, dass Rosazea erblich ist

Rosazea hat eine genetische Ursache. Amerikanische Wissenschaftler haben das Genom (Gesamtheit der Chromosomen) von Rosazea-Patienten mit dem gesunder Menschen verglichen. Dadurch konnten einige Genvarianten an Rosazea gekoppelt werden.
Die Meinung, dass Rosazea erblich ist, besteht schon länger. So wurde ausgerechnet, dass Rosazea-Patienten im Vergleich zu „gesunden Menschen“ viermal so oft ein Familienmitglied mit Rosazea haben.

Rosazea und Diabetes hängen möglicherweise zusammen

Auffällig ist, dass die Genvarianten, die mit Rosazea einherzugehen scheinen, auch an Diabetes gekoppelt werden. Auch hierfür wurden Hinweise in früheren Studien gefunden: Patienten, die wegen Diabetes behandelt wurden, würden ein geringeres Rosazea-Risiko haben. In dieser Studie kam man auf die Idee, dass sich die Nebenwirkungen von Insulin oder anderen Medikamenten zur Diabetesbehandlung positiv auf Rosazea auswirken.

Die Koppelung der beiden Erkrankungen kann zur Diagnose von Diabetes beitragen. Da Rosazea (im Gegensatz zu Diabetes) eine deutlich wahrnehmbare Erkrankung ist, könnte man Diabetes so eher erkennen. Die Autoren geben an, dass weitere Studien notwendig sind, um diese Befunde zu bestätigen.

10 % von Rosazea betroffen

Rosazea ist eine chronische Hauterkrankung im Gesicht, von der Schätzungen zufolge 10 % der europäischen Bevölkerung betroffen sind. Momentan gibt es keine Behandlung, mit der sich Rosazea heilen lässt. Rosazea kann sich durch Alkoholgenuss oder Sonnenlicht verschlimmern, die Ursache für das Entstehen der Krankheit ist jedoch wahrscheinlich eine andere. Ebenso wird Rosazea mit einem übermäßigem Bakterienwachstum im Dünndarm sowie Mikroorganismen auf der Haut in Verbindung gebracht.


Originaltitel:
Assessment of the genetic basis of rosacea by genome-wide association study

Jahr:
2015

Autoren:
A.L.S. Chang, I. Raber, J. Xu, R. Li, R. Spitale, J. Chen, A.K. Kiefer, C. Tian, N.K. Eriksson, D.A. Hinds, J.Y. Tung

Wissenschaftliche Zeitschrift:
Journal of Investigative Dermatology

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