Dr. Velthuis über Sonne und Sonnenschade
Peter Velthuis ist ärztlicher Direktor und Dermatologe der niederländischen Velthuis Kliniek. Er schreibt als mein Gast-Blogger.

Jetske hat mich gebeten, heute als „Gast-Blogger“ einen Artikel über die Sonne zu schreiben. Es wird so viel über Sonnenlicht und Haut geschrieben, dass man erwartet, dass jeder vernünftige Mensch jetzt vorsichtig mit zu viel Sonne umgehen würde. Leider muss ich täglich das Gegenteil konstatieren. Selbst bei meinen Kindern, von denen die drei Jüngsten zwischen 15 und 17 Jahre alt sind, besteht der innige Wunsch, braun zu werden. Mit Phase Rot gelingt das schließlich auch einigermaßen. Aber sie sind allesamt blond und hellhäutig: sehr braun werden sie also ohnehin nicht. Nun beschäftige ich mich auch sehr mit diesem Thema. So erinnere ich meine Kinder an einem sehr sonnigen Tag auch per SMS daran, sich einzucremen.
Schutz vor Sonnenlicht
Letztes Jahr brachte mich eine Studienreise zur neuen Diagnostik und Behandlungsformen von Hautkrebs nach Australien. Dort ist das Problem Hautkrebs mehr als fünfmal so groß wie in Deutschland. Die australische Regierung hat bereits Anfang der 80er Jahre intensive Kampagnen gestartet, um die Bevölkerung auf die Gefahren hinzuweisen, die zu viel Sonnenlicht für die Haut birgt. Und das mit Erfolg: Jeder beteiligt sich und vor allem Kinder werden ständig darauf hingewiesen, dass sie vorsichtig sein müssen. Ein Kind, dass ohne Cap zur Schule kommt, muss wieder nach Hause gehen, um es zu holen.
Was umfasst Schutz vor Sonnenlicht sonst noch? Die Grundregeln in Australien lauten:
• niemals ohne Sonnencreme in die Sonne
• niemals ohne Kopfbedeckung in die Sonne
• in der Sonne immer ein T-Shirt tragen (sogar beim Schwimmen)
Für uns klingt das vielleicht etwas übertrieben, aber auch hier müssen wir uns schützen. Ich möchte jeden dazu aufrufen, sich täglich vor dem Verlassen des Hauses mit Sonnencreme einzucremen und es alle zwei Stunden zu wiederholen.
Mit herzlichem Gruß, Peter Velthuis


