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Männerhaut: better safe than sorry!

Ich habe bereits über die Unterschiede zwischen Frauen- und Männerhaut geschrieben. Da Männer mehr Talgdrüsen haben, ist ihre Haut etwas fettiger als die der Frauen. Männer haben zudem mehr Kollagen, Elastin und Talg-/Haarfollikel, die die Haut „stützen“. Dadurch haben Männer auch etwas dickere Haut (als ob wir das nicht bereits wüssten … :-)). Da das „Gestell“ der Männerhaut etwas fester ist, sind Falten und schlaffe Haut nicht so schnell sichtbar. Traurig aber wahr!

Männerhaut: größere Schäden durch Sonne

Und doch hat auch Männerhaut auch einen großen Nachteil. Männer haben nämlich ein ungefähr dreimal so hohes Risiko, an Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom und Basalzellkarzinom) zu erkranken als Frauen. Man dachte immer, dass dieses erhöhte Risiko dadurch verursacht wird, dass Männer sich öfter in der Sonne aufhalten und sich dabei schlechter schützen. Und doch scheint es noch einen anderen Faktor zu geben! Aus Studien ging nämlich hervor, dass die Schäden, die dadurch entstehen, dass man einer bestimmten Menge Sonnenlicht ausgesetzt ist, bei Männern größer sind als bei Frauen (Abstract). Und das, obwohl Männer nicht so leicht einen Sonnenbrand bekommen!

Antioxidantien bei männlichen Mäusen

An der Universität von Ohio wollte man dieser Sache auf den Grund gehen und führte dazu eine ausführliche Studie durch. Sie gaben diesen Monat bekannt, dass bei Mäusen die Männchen von Natur aus weniger Antioxidantien (Katalase) in der Haut haben als die Weibchen. Und das könnte nun auch beim Menschen die Ursache für die vermehrten Fälle von Hautkrebs bei Männern sein. Eine interessante Entdeckung. Das könnte bedeuten, dass die tägliche Verwendung einer Creme mit Antioxidantien und/oder UV-Filter für die Haut Ihres Mannes noch wichtiger ist als für Sie! Dann wissen Sie jetzt, was Sie ihm zu Weihnachten schenken können …

Herzliche Grüße
Jetske Ultee

(Dr. Jetske Ultee – Forschungsärztin kosmetische Dermatologie)