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Muttermal: wie kennen Sie sich aus?

An der Zahl derjenigen, die ihre Muttermale untersuchen lassen, kann man deutlich merken, dass es Sommer ist. Offensichtlich schauen wir uns unsere Haut etwas besser an, wenn wir eine Badehose oder einen Bikini tragen und dann fallt ein Muttermal auf.

Erkennen eines dysplastischen oder atypischen Muttermals

Muttermale entstehen in der Regel im Laufe des Lebens und unterscheiden sich von Sommersprossen, da Pigment bildende Zellen vorhanden sind (Sommersprossen enthalten nur Pigmentkörner). Diese Zellen können entarten und sich zu einem Melanom entwickeln. Es ist wichtig, das sogenannte dysplastische oder atypische Muttermal zu erkennen. Diese Merkmale dieser Muttermale sind in der Regel:

  • größer als fünf Millimeter
  • unregelmäßige Farbe
  • unscharfe Begrenzung in Bezug auf die umliegende normale Haut
  • asymmetrisch (lässt sich nicht an irgendeiner imaginären Linie durch das Muttermal spiegeln)

Bei dysplastischen Muttermalen ist das Risiko, dass sie sich zu einem Melanom entwickeln, höher als bei einem normalen Muttermal. Es ist darum auch wichtig, sie gründlich zu beobachten, um eventuelle Veränderungen festzustellen.

Digitaler Hautscan

Bei denjenigen, die Dutzende dysplastische Muttermale haben, lassen sich diese nur schwer beobachten. Darum gibt es die Möglichkeit, die gesamte Haut digital aufzuzeichnen (digitaler Hautscan). Bei einem erneuten Scan zeigt der Computer automatisch die Veränderungen an. Der Hautarzt beurteilt, ob es notwendig ist, die veränderten Flecke zu entfernen.

UV-Strahlung …

Obwohl sie nicht der einzige Faktor ist, verursacht zu viel Sonnenlicht (auch zu viel Solarium) ein deutlich erhöhtes Risiko, an einem Melanom zu erkranken. Vor allem Sonnenbrände (und dann besonders in jungen Jahren) sind gefährlich.
Schützen Sie sich darum gut mit Sonnencreme und halten Sie sich bei viel Sonne im Schatten auf. Und vor allem: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder keinen Sonnenbrand bekommen!

Herzliche Grüße
Peter Velthuis

Peter Velthuis ist ärztlicher Direktor und Dermatologe der Velthuis Kliniek. Er schreibt als mein Gast-Blogger.