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New Orleans – die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Dermatologie

Dieses Mal erscheint mein Artikel etwas später als gewohnt, aber ich war kurz weg! Letzte Woche fand in New Orleans der jährliche Kongress der Amerikanischen Dermatologischen Vereinigung (AAD) statt. Tina Alster, Zoe Draelos und Leslie Baumann! Ich versuche immer, dabei zu sein. Denn wenn man diesen Kongress besucht hat, ist man wirklich auf dem neuesten Stand was die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Dermatologie betrifft.

Nun sind Themen wie seltene Hautpilze und tropische Hauterkrankungen nicht wirklich meine Sache, aber bei den kosmetischen Themen sitze ich in der ersten Reihe. Es ist fantastisch, Frauen wie Tina Alster (siehe Foto), Zoe Draelos und Leslie Baumann – die soviel großartige Arbeit auf dem Gebiet von Kosmetik geleistet haben – sprechen zu hören und ihnen Fragen zu Themen stellen zu können, auf die ich keine Antwort finden konnte.

Hilfe! 20.000 Dermatologen

Es ist schon ein Spektakel, dieser Kongress … In den paar Tagen sind mehr als 20.000 Dermatologen in der Stadt, die wirklich von überall her kommen. Ich habe mit Menschen aus Dubai, Brasilien, Australien und Süd-Afrika gesprochen. Ein großer Teil der Besucher ist auf kosmetische Dermatologie spezialisiert und ist leicht vom Rest zu unterscheiden. Frauen mit straff gezogenen Gesichtern, aufgespritzten Lippen und hohen Absätzen und Männer mit goldenen Rolex-Uhren am Handgelenk, die mit Sicherheit bereits lange das Rentenalter erreicht haben müssten, von denen man aber aufgrund all der Eingriffe das Alter nicht schätzen kann. Von allen Ärzten in Amerika verdienen kosmetische Dermatologen am meisten. Man findet fast keine Ärzte mehr, die in den „normalen“ Dermatologie-Abteilungen in den Krankenhäusern arbeiten wollen. Darum werden jetzt in großen Maße Menschen über 65 eingesetzt. Was bin ich froh, dass ich hier wohne!

Ein dubioser Kopfhörer

Wer gerade mal nicht zu einer Lesung gehen möchte, kann auch die Ausstellung besuchen, wo es viele neue Hautverbesserungsapparate und Hautpflegeprodukte zu sehen gibt. Und überall bekommt man Tüten mit den neuesten Cremes in die Hand gedrückt. Dieses Jahr habe ich resolut nichts angenommen, denn letztes Jahr hatte ich so viel, dass ich meinen Koffer nicht mehr schließen konnte!
Auf der Ausstellung sieht man die seltsamsten Dinge. Ich habe mir zum Beispiel voller Staunen einen Kopfhörer angesehen, an dem ein Helm befestigt ist. Während man Musik hört, kommt aus dem Helm Infrarotlicht, wodurch man (laut dem Verkäufer) wieder schönes lockiges Haar bekommt. Sie verstehen sicherlich, dass die Dermatologen mit schütterem Haar anstanden, um es auszuprobieren. Ich glaube, dass ich die Scheidungspapiere ausfüllen würde, wenn mein Mann mit einem solchen Helm neben mir auf der Couch sitzen würde. Dann lieber Glatze!

Vitamin C, Verschmutzung und viele andere interessante Studien!

Auf dem Kongress gab es auch einen großen Raum mit Computern, wo man bereits die ersten, noch unveröffentlichten Daten neuer Studien lesen konnte. Toll! So habe ich gelesen, dass eine Creme mit fünf Prozent Vitamin C bei Akne einen vergleichbaren Effekt hat die Vitamin-A-Säure, jedoch schneller wirkt, dass Hautalterung durch die Sonne durch Verschmutzung doppelt so schnell geht und dass die Haut von Rosazea Betroffenen schneller altert, da sie weniger Antioxidantien in der Haut haben. Man sollte sich also immer eincremen! Während der Gespräche über Kosmetik wurde mir deutlich, dass es nicht so sehr viele neue „Wunderstoffe“ gibt, sondern dass man immer besser weiß, was Stoffe wie Vitamin C, grüner Tee und Niacinamid bewirken und wie sie angewendet werden müssen.

Und dass kosmetische Inhaltsstoffe die Haut verbessern können, daran steht inzwischen wirklich kein Zweifel mehr!
Herzliche Grüße
Jetske Ultee

(Dr. Jetske Ultee – Forschungsärztin kosmetische Dermatologie)