Die Sicherheit von Kosmetika: Wer regelt das eigentlich?

Auch ich habe eine Sammlung Flaschen, Tuben und Tiegel in meinem Badezimmer stehen … Und bei zwei heranwachsenden Mädchen wird sich diese in der Zukunft sicherlich vergrößern! Es wird niemanden überraschen, dass ich ziemlich kritisch bin. Denn Produkte, bei denen ich ein schlechtes Gefühl habe, kommen mir wirklich nicht ins Haus oder wandern direkt in den Mülleimer… Und doch ist die Sicherheit von Kosmetika ein Thema, über das ich nicht gern Aussagen treffe. Obwohl ich sehr viel gelesen habe, bleibt vieles undeutlich. Sehr einfach gesagt: Auch ich weiß nicht genau, wie unsicher bestimmte Inhaltsstoffe sind … Was ich jedoch genau weiß, ist, dass ich trotz vieler beruhigender Worte von „höherer Stelle“ Produkte mit bestimmten Inhaltsstoffen nicht selbst und schon gar nicht für meine Kinder verwende. Und das sagt eigentlich genug!

Kosmetische Inhaltsstoffe im Blut, Urin und Muttermilch …

Die Sicherheit von Kosmetika ist inzwischen (glücklicherweise) eine wichtige Sache. Jahrzehntelang haben wir gedacht , dass es alles nicht so schlimm ist und die Inhaltsstoffe von Kosmetika auf der Haut verbleiben. Doch inzwischen wissen wir es besser. Studie, bei denen kosmetische Inhaltsstoffe in Blut, Urin, Muttermilch uns sogar dem Urin von Neugeborenen gefunden wurden, gibt es im Übermaß. Das muss nicht sofort zu Problemen führen, sollte und aber zum Denken anregen. Denn warum akzeptieren wir Inhaltsstoffe in unseren Kosmetikprodukten, die einen zweifelhaften Ruf haben? Ich denke dann an hormonell wirksame Stoffe, die fototoxisch oder möglicherweise krebserregend sind. Warum verwenden wir Produkte, von denen beschrieben wird, dass sie bei Versuchstieren Probleme verursachen aber bei Menschen (soweit man weiß) nicht? Es stimmt, dass die verwendeten Konzentrationen sehr niedrig sind, aber wir verwenden die Produkte täglich und in großen Mengen. Der durchschnittliche Verbrauch von Kosmetikprodukten in den USA beträgt zwölf Produkte pro Tag! Und was ist mit Babyhaut oder beschädigter Haut? Und was ist, wenn wir es 20 Jahre lang verwenden? Auf diese Fragen kann uns noch niemand eine Antwort geben …

Wenn es gute und sichere Alternativen für „unsichere“ Inhaltsstoffe gibt, sollte man diese meiner Meinung nach auch wählen. Wir können das als Konsument auch fordern. Einfach indem wir die Produkte, denen wir nicht richtig vertrauen, im Regal stehen zu lassen …

Alle Produkte sicher und getestet

Im Internet fand ich diesen Film. Er passt gut zu meiner Meinung über die Sicherheit von Kosmetika. Ich möchte aber trotzdem noch gerne sagen, dass wir glücklicherweise hier wohnen, wo die Beaufsichtigung von Kosmetika besser geregelt ist. Und trotzdem gibt es noch viel zu tun!
Herzliche Grüße
Jetske Ultee

(Dr. Jetske Ultee – Forschungsärztin kosmetische Dermatologie)