• Die zehn Tipps für die Haut im Winter!

Die zehn Tipps für die Haut im Winter!

Wir hatten so gehofft, uns dieses Wochenende massenhaft die bekannte niederländische Eisschnelllauftour Elfstedentocht ansehen zu können! Aber leider findet diese doch nicht statt. Die sibirische Kälte in diesem Winter hat uns zwar keine Elfstedentocht beschert, dafür aber aufgesprungene Lippen, Fersen, die sich anfühlen wie Schmirgelpapier und trockene, schuppige und fleckige Haut. Denn die großen Temperaturunterschiede, aber vor allem auch die besonders trockene Luft, machen der Haut sehr zu schaffen. Wissen Sie sich keinen Rat mehr? Lesen Sie dann die unten stehenden Tipps!

Die zehn Tipps für die Haut im Winter

  1. Sorgen Sie für ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit in Ihrem Haus. Eine preisgünstige Möglichkeit ist, Wasserverdunster an die Heizung zu hängen. Feuchte Geschirrtücher auf der Heizung wirken auch. Effektiver ist ein Luftbefeuchter, der allerdings seinen Preis hat.
  2. Wie verlockend eine warme Dusche oder ein heißes Bad auch sein mag, wenn Sie frieren – Sie sollten es auf jeden Fall vermeiden. Merkwürdigerweise gibt es fast nichts, das die Haut so stark austrocknet, wie das tägliche Waschen. Da ein lauwarmes Bad mit diesem Wetter nicht sehr verlockend ist, empfehle ich, nicht zu oft und nicht zu lange zu baden. Und verwenden Sie bei trockener Haut bitte kein Schaumbad!
  3. Haben Sie das ganze Jahr trockene Haut und schon alles versucht, dann sollten Sie sich die Wasserqualität vielleicht einmal anschauen. Hartes Wasser trocknet aus. Es gibt Geräte, die das Wasser enthärten. Geht das Ihnen ein bisschen zu weit, dann können Sie sich das Gesicht auch nur mit einem milden Gesichtswasser oder mit Mineralwasser reinigen. Sie sollten im Bad also nicht ganz untertauchen!
  4. Sie sollten Ihre Haut in der kalten Jahreszeit nur mit einem unparfümierten ölhaltigen Produkt reinigen. Bei trockener Haut können Sie morgens ruhig auf einen Reiniger verzichten.
  5. Eincremen ist das A und O. Bei trockener Haut reicht es tatsächlich nicht, sich zweimal täglich einzucremen; die meisten Cremes wirken nur ein paar Stunden … Sorgen Sie dafür, dass Sie an verschiedenen Stellen im Haus Produkte griffbereit haben und cremen Sie sich die Hände jedes Mal nach dem Waschen sofort ein. Auch nach dem Duschen oder Baden sollte man sich sofort eincremen, am besten dann, wenn sich die Haut noch feucht anfühlt. Das funktioniert wirklich!
  6. Lesen Sie sich die Liste der Inhaltsstoffe Ihrer Produkte einmal kritisch durch. Für die meisten Menschen ist eine Feuchtigkeitscreme auf Wasserbasis im Winter unzureichend. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Sie verwenden dasselbe Produkt weiterhin und tragen darauf eine dünne Schicht fettiger Creme auf (Vaseline, Lanette-Creme) oder Sie kaufen ein neues Produkt. Berücksichtigen Sie, dass bestimmte Wirkstoffe besser in einer nicht zu fettigen Creme wirken. In einem solchen Fall ist es besser, eine dünne Schicht auf die normale Creme aufzutragen. Inhaltsstoffe die gut bei trockener Haut wirken und die Poren nicht verstopfen, sind Petrolatum, Glyzerin, Ceramide und Dimethicone. Auch feuchtigkeitsbindende Stoffe wie Collagen und Hyaluronsäure und die Hautbarriere regenerierende Stoffe wie Niacinamid sind nützlich. (Lesen Sie auch den Blogartikel „eine gesunde Barrierefunktion, eine gesunde Haut“ & „ feuchtigkeitsarme Haut – und hydratisierende Stoffe “).
  7. Entfernen Sie die abgestorbenen Hautzellen mit einem Peeling wie Glykolsäure oder Salicylsäure. Salicylsäure ist etwas milder, aber Glykolsäure kann Feuchtigkeit besser binden. Auf diese Weise verschwinden nicht nur die Schüppchen, sondern können hydratisierende und die Hautbarriere regenerierende Stoffe in Kosmetika auch besser wirken.
  8. Auch scheuernde Kleidung kann gereizte und trockene Haut verursachen (Abstract/ Abstract).
  9. Eine Sonnencreme sollte man eigentlich täglich verwenden, aber auf jeden Fall beim Eislaufen und Schlitten fahren! Sonne und Wasser reflektieren 20 Prozent der Strahlen, Schnee sogar 80 Prozent!
  10. Beim letzten Tipp geht nicht so sehr um die Haut, sondern um die Haare. Stehen Ihre Haare in den letzten Wochen in alle Richtungen (oder anders gesagt: Sind sie statisch), dann fahren Sie einfach mit einem Trocknertuch über Haare und Bürste.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Und ich habe die feste Absicht, den 11. Wintertipp zu befolgen: vom Trinken eines Glühweins nach dem Eislaufen bekommt man schöne rosige Wangen :-)!

 

Herzliche Grüße

Jetske Ultee

(Dr. Jetske Ultee – Forschungsärztin kosmetische Dermatologie)