Älter werden und die Haut
Wenn man älter wird, bekommt man Falten; das ist nichts Neues. Bevor die ersten Falten jedoch sichtbar werden, hat Ihre Haut schon viele Eigenschaften einer jüngeren Haut verloren. Die Fähigkeit der Haut, sich nach Beschädigung (zum Beispiel durch aggressive Kosmetik, Sonne oder Klimaanlage) wieder zu erholen, nimmt mit zunehmendem Alter ab. Die Haut eines jungen Erwachsenen braucht zwischen einem und drei Tagen, um sich zu erholen, die Haut von jemandem um die 50 ungefähr drei bis sechs Tage (Cosmeceuticals, Zoe Draelos). Es ist nicht so seltsam, dass Kosmetikprodukte, die Sie früher gut vertragen haben, nun Ihre Haut reizen.
Älter werden: Talgdrüsenproduktion und Zellerneuerung
Bereits ab dem 20. Lebensjahr nimmt die Talgdrüsenproduktion alle zehn Jahre um 23 Prozent ab. Obwohl es anfangs schön sein kann, die fettige Haut nach der Pubertät wieder loszuwerden, werden viele Menschen schließlich an zu trockener Haut leiden. Als wäre das nicht schon schlimm genug, geht auch die Zellerneuerung ab dem 30. Lebensjahr deutlich weniger flott. Ihre Haut kann dann die abgestorbenen Hautzellen nicht mehr so gut abstoßen und kann dadurch matter und gräulicher aussehen.
Älter werden: Antioxidantien
Zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr verringert sich die Anzahl der Antioxidantien in der Haut um ungefähr 35 Prozent (The New Science of Perfect Skin, Daniel Yarosh). Genau in dem Moment, in dem man sie so gut gebrauchen könnte! Antioxidantien werden benötigt, um freie Radikale, die unter anderem durch äußere schädliche Einflüsse wie Rauchen und Sonne entstanden sind, zu bekämpfen. Ohne Antioxidantien beschädigen diese freie Radikale allmählich die Zellen in der Haut. Sie bekommen Falten, es entstehen Pigmentflecken, die Haut erschlafft und die Wahrscheinlichkeit auf Hautkrebs erhöht sich.
Zum Glück gibt es Hilfe; darüber schreibe ich ein anderes Mal mehr.
Herzliche Grüße
Jetske Ultee
(Dr. Jetske Ultee – Forschungsärztin kosmetische Dermatologie)


