Die Suche nach Antifaltencremes

Gestern machte sich meine niederländische Namensschwester Jetske van den Elsen in ihrem neuen Fernsehprogramm „Van den Elsen wacht op antwoord“ auf die Suche nach der Wahrheit hinter Antifaltencremes. Sie kam auch bei mir vorbei und stellte einige Fragen. Diejenigen, die nie schnell zur letzten Seite eines spannenden weiterblättern, sollten jetzt aufhören zu lesen und sich zuerst unten stehenden Film ansehen 🙂

Cliffhanger… Antifaltencremes

Den Rest werde ich nicht länger vorenthalten: Falten kann man nicht mit den üblichen Kosmetika glätten! Die Antifaltencremes bestehen nicht. Für die Behandlung von Falten muss man schon gröberes Geschütz auffahren: Denken Sie an Laserbehandlungen, Operationen oder Injektionen. Vitamin-A-Säure ist eine Creme, die man nur auf ärztliches Rezept bekommen kann. Sie ermöglicht es, feine Linien zu verbessern. Man muss dann allerdings ziemlich viel Geduld haben. Dennoch ist das kein Grund zur Trauer: Wie ich schon in meinem vorherigen Blogartikel schrieb, kann man auch mit der üblichen Kosmetik viel Gutes für die Haut tun. Es gibt genügend Inhaltsstoffe, die Ihre Haut wieder stark, gesund, gleichmäßig und strahlend machen. Das wichtigste ist aber vielleicht, dass man mit Kosmetik präventiv schon viel gegen Hautalterung tun kann. Wenn Sie Informationen über Stoffe wie Vitamin C und Niacinamid googeln, dann verstehen Sie was ich meine …

Vitamin-A-Säure und was Sie wirklich darüber wissen müssen!

Meine Mailbox ist seit der Sendung von gestern randvoll mit Fragen über Vitamin-A-Säure. Deshalb gebe ich noch einige Informationen, die man tatsächlich wissen sollte, wenn man diesen Stoff verwendet.

  • Für Vitamin-A-Säure braucht man ein ärztliches Rezept, und das hat seinen Grund: Vitamin-A-Säure ist als Arzneimittel registriert und kann bei falscher Verwendung Probleme verursachen. Steigern Sie die Verwendung von Vitamin-A-Säure also sehr langsam!
  • Vitamin-A-Säure darf man während der Schwangerschaft nicht verwenden.
  • Vitamin-A-Säure (oder Tretinoin, der Stoffname) ist nicht dasselbe wie Retinol oder Retinylpalmitat. Lassen Sie sich nicht zum Narren halten …
  • Verwenden Sie Vitamin-A-Säure nur abends. Vitamin-A-Säure ist lichtempfindlich.
  • Kombinieren Sie Vitamin-A-Säure immer mit einer Creme mit Antioxidantien und hautberuhigenden Bestandteilen. Ein solches Produkt kann man bei empfindlicher Haut unter der Vitamin-A-Säure verwenden. Bei weniger empfindlicher Haut kann man es auf die Vitamin-A-Säure auftragen. Dieser Unterschied beim Auftragen ist tatsächlich wichtig. Chronische Hautreizung hat nämlich einen entgegengesetzten Effekt!
  • Außerdem sollten Sie nie mehr als 15 bis 20 Euro für eine Tube bezahlen. Manche Apotheker denken, klug zu sein und stellen hohe Preise in Rechnung …
  • Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, einen hohen Betrag für ein Rezept zu bezahlen; manche „Ärzte-Websites“ stellen lächerliche Beträge in Rechnung. Wenn Sie bei Ihrem (Haus-)Arzt nichts erreichen, sagen Sie es mir dann.
  • Vitamin-A-Säure wirkt, ist jedoch kein Wundermittel. Es dauert bestimmt fünf Monate, bevor man etwas sieht. Bei manchen Menschen wirkt es leider nicht. Und wir wissen nicht genau, warum das so ist.

Herzliche Grüße
Jetske Ultee

(Dr. Jetske Ultee – Forschungsärztin kosmetische Dermatologie)