Hitzeausschlag, Bläschen, juckende Pickelchen ... Habe ich eine Sonnenallergie?

Geschrieben von: Dr. Jetske Ultee
Hitzeausschlag, Bläschen, juckende Pickelchen ... Habe ich eine Sonnenallergie?
Rote Flecken, Juckreiz, Haut, die verbrannt aussieht ... Dabei war es so angenehm in der Sonne! Ist das eine Sonnenallergie? Das könnte sein. Es gibt jedoch mehr Ursachen für Hautreaktionen durch die Sonne. 4 Gründe für Pickel und Bläschen durch die Sonne

 

1. Vielleicht ist es Ihre Kosmetik. Manche Stoffe reagieren mit Licht (sogar bestimmte UV-Filter)

Hautausschlag durch die Sonne kann an Kosmetikprodukten liegen, sogar an einer Sonnencreme. Die Produkte enthalten sogenannte phototoxische Bestandteile. Oder auch Stoffe, die in der Haut auf Licht reagieren. Bekannt dafür sind Duft- und Farbstoffe, jedoch auch bestimmte UV-Filter wie Oxybenzon.

 

Im Gegensatz zu einer allergischen Reaktion tritt eine phototoxische Reaktion in der Regel innerhalb weniger Stunden auf. Die Beschwerden ähneln einem richtigen Sonnenbrand mit Schmerzen und Schwellungen. Phototoxische Stoffe können bei langfristiger Verwendung in Kombination mit Sonne die Haut altern lassen und Pigmentflecken verursachen.

 

Was können Sie tun?
Haben Sie von der Sonne Ausschlag bekommen? Überlegen Sie, welche Produkte Sie in der Sonne verwendet haben. Welche Kosmetikprodukte haben Sie benutzt? Kontrollieren Sie zur Sicherheit die Liste der Inhaltsstoffe der benutzten (Sonnen-)Creme oder Ihres Make-ups noch einmal gut auf Pflanzenextrakte. Bekannte Auslöser sind Zitrusgewächse, Orange, Mandarine, Grapefruit, Limette, Bergamotte, Lavendel, Rosmarin, Feige, Engelwurz, Johanniskraut, Teebaum und Ingwer.

 

2. Nehmen Sie Antibiotika? Medikamente können in der Sonne Hautreaktionen auslösen.

Wussten Sie, dass auch Medikamente in der Sonne Hautreaktionen auslösen können? Bestimmte Antibiotika zum Beispiel, einige Antidepressiva und Diuretika. Das wird immer deutlich angegeben. Darum ist es nicht übertrieben, immer den Beipackzettel und die Liste der Inhaltsstoffe durchzulesen.

 

Was können Sie tun?
Nehmen Sie gerade Antibiotika? Oder ein anderes Medikament für das eine Warnung gilt? Meiden Sie die Sonne dann lieber oder treffen Sie zur Sicherheit zusätzliche Maßnahmen, um Ihre Haut zu schützen. Nehmen Sie einen Hut oder ein Cap mit, halten Sie sich im Schatten auf und cremen Sie sich noch besser ein.

 

3. Hitzeausschlag: Pickel und Bläschen durch blockierte Schweißdrüsen

Dieser Ausschlag wird vermutlich am häufigsten als Sonnenallergie betrachtet. Das verwundert auch nicht. Denn es ist schon erschreckend, wenn die Haut plötzlich am Ende eines warmen Tages voller juckender Pickel und Bläschen ist. Aber dieser häufig auftretende Hitzeausschlag ist keine allergische Reaktion des Körpers auf Sonnenlicht, sondern die Folge von gereizten und blockierten Schweißdrüsen. Die Haut kann so die Wärme nicht abgeben, was zur Bildung von (durchsichtigen) Bläschen führt. Dazu kann auch noch stechender Juckreiz kommen.

 

Diese Hautreaktion wird mit einem schönen Namen als Miliaria crystallina bezeichnet. Es kommt häufig vor, unter anderem bei Neugeborenen, die oft zu warm angezogen sind und bei denen die Schweißdrüsen noch nicht ausgereift sind. Es gibt noch eine auffallendere „rote Variante“: Miliaria rubra genannt.

 

Was können Sie tun?
• Kühlen. Vermeiden Sie Sonnenlicht oder Anstrengung in der Wärme.
• Tragen Sie weite und bequeme Kleidung (am besten aus Baumwolle) und halten Sie die Haut trocken und sauber, sodass die Schweißdrüsen nicht (weiter) verstopfen können.
• Benutzen Sie besser keine fettigen Cremes. Diese verhindern, dass Wasser verdampft und verschlimmern das Problem.

 

4. Eine echte Sonnenallergie: vor allem im Frühling

Die häufigste Form einer Sonnenallergie oder Lichtüberempfindlichkeit ist die polymorphe Lichtdermatose. Diese Erkrankung äußert sich ganz unterschiedlich, daher auch der Name „polymorph“ und kommt in diesem Teil Europas bei schätzungsweise 10-20% der Menschen vor. Betroffen sind meistens Frauen und vor allem helle Hauttypen.

 

Einer allergischen Reaktion muss nicht zwingend ein Sonnenbrand vorausgehen. Die Beschwerden treten meistens nicht gleich im Liegestuhl auf, sondern ein bis zwei Tage nach der Exposition ans Sonnenlicht und halten einige Tage an.
Eine echte Sonnenallergie manifestiert sich häufig im Frühling, wenn sich die Haut noch an die ersten Sonnenstrahlen gewöhnen muss. Bei regelmäßiger Exposition an Sonnenlicht nehmen die Beschwerden im Laufe des Sommers ab und treten im Herbst und Winter nicht auf. Im darauffolgenden Frühling können die Beschwerden zurückkehren.

 

Was können Sie tun?
Eine Sonnenallergie kann plötzlich auftreten. Meistens geschieht das zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Die Erkrankung kann von selbst abklingen und auch wieder verschwinden.
 

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht ist es wichtig, dass sich die Haut langsam an die Sonne gewöhnen kann. Benutzen Sie ein Sonnenschutzprodukt mit LSF 30, das sowohl vor UVB- als auch UVA-Strahlung schützt. Eine Sonnenallergie wird nämlich in der Regel von UVA-Strahlung ausgelöst. Übrigens kann auch ein Solarium oder TL-Licht eine polymorphe Lichtdermatose verursachen.

 

Haferflockenbad gegen Juckreiz

Ist Ihre Haut rot und gereizt? Oder leiden Sie unter starkem Juckreiz? Ein Haferflockenbad kann Linderung bieten. Streuen Sie ungefähr 40-50 g Haferflocken in eine Badewanne mit lauwarmem Wasser. Baden Sie circa 15 Minuten darin. Es kann außerdem angenehm sein, die Haut zu kühlen, zum Beispiel mit Milchkompressen (mit Wasser verdünnter Milch).
 
Dauern Ihre Beschwerden länger als einige Tage an? Haben Sie Zweifel, dass es sich um eine Allergie handelt? Konsultieren Sie dann Ihren Hautarzt/ Ihre Hautärztin oder Ihren Dermatologen/ Ihre Dermatologin.

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