Ekzem

Mit Mikroblasen gegen Ekzem? Dieser Duschkopf hilft Ihrer Hautbarriere

Door: Dr. Jetske Ultee
Mit Mikroblasen gegen Ekzem? Dieser Duschkopf hilft Ihrer Hautbarriere

Manchmal stoße ich auf eine Studie, die mich überrascht. Diesmal nicht, weil ein neuer Inhaltsstoff besprochen wird, sondern weil eine ganz gewöhnliche Tätigkeit wie Duschen auf eine besondere Weise für die Haut genutzt wird. In einer aktuellen Studie aus Japan wurde die Wirkung einer „ultrafeinen Bläschen-Dusche“ auf Ekzeme untersucht. Was hat sich herausgestellt? Eine solcher Duschkopf kann tatsächlich einen Unterschied machen.

Ekzeme und eine gestörte Hautbarriere

Menschen mit Ekzem (atopischer Dermatitis) haben häufig eine gestörte Hautbarriere. Außerdem ist ihr Immunsystem meist überempfindlich. Dadurch verliert die Haut leicht Feuchtigkeit und ist besonders anfällig für Reize von außen. Das kann zu schnelleren Entzündungen und Hautreizungen führen, was den Juckreiz verschlimmert.

 

Wenn Sie von einem Ekzem betroffen sind, wissen Sie, wie empfindlich Ihre Haut dann ist. Selbst milde Reiniger oder nur Wasser können schon brennen oder jucken. Dennoch ist es wichtig, die Haut sauber zu halten: So bleibt die Barrierefunktion erhalten und Schmutz, Allergene sowie schädliche Bakterien werden entfernt.

 

Die Regenerierung dieser Hautbarriere ist – neben der Hemmung von Entzündungen – ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Das erfolgt meist durch gute Hautpflege in Kombination mit speziellen Salben oder entzündungshemmenden Mitteln. Auch Baden und Duschen können helfen – vorausgesetzt, Sie tun dies auf eine milde Weise (siehe Tipps am Ende).

 

In dieser Studie wurde ein spezieller Duschkopf getestet: einer, der winzige Luftbläschen produziert.

Was sind Mikroblasen?

Eine Dusche mit Mikrobläschen klingt vielleicht wie eine Werbung für einen Luxus-Spa, aber dahinter steckt eine ernsthafte Technologie. Bei einem Mikroblasen-Duschkopf wird Luft (oder manchmal ein Gemisch aus Sauerstoff und Stickstoff) mit hoher Geschwindigkeit unter Druck in Wasser injiziert. Dadurch entstehen Milliarden von winzigen Bläschen. Diese Bläschen sind so klein (kleiner als ein Mikrometer), dass sie sogar zwischen den Hautzellen hindurchdringen können. Sie reinigen die Haut (ohne Seife) und können auch in tiefere Hautschichten eindringen.

 

In Japan werden solche Systeme schon länger in der Medizin eingesetzt – zum Beispiel zur Reinigung medizinischer Geräte. Auch die Microbubbel-Duschköpfe sind dort inzwischen beliebt für den Hausgebrauch, weil sie die Haut schonend reinigen und gleichzeitig hydratisieren. Die Wirksamkeit bei Hauterkrankungen wie Ekzemen wurde bisher jedoch noch nicht untersucht.

Die Studie: Duschen als Therapie bei Ekzemen

In der Studie, die ich gelesen habe, untersuchten japanische Wissenschaftler die Wirkung dieser Mikroblasen bei zwei Arten von Mäusen mit atopischer Dermatitis. Die eine Gruppe hatte Ekzeme durch äußere Reize wie Hausstaubmilben, die andere durch eine genetische Veränderung. Beide Gruppen wurden ein bis zwei Wochen lang täglich geduscht – die eine Hälfte mit normalem Wasser, die andere Hälfte mit Mikroblasen.

 

Was war das Ergebnis? Die Mäuse, deren Ekzem durch Allergene wie Hausstaubmilben ausgelöst wurde, zeigten nach dieser Woche deutlich weniger Entzündungen und eine verbesserte Hautbarriere. Die Forscher stellten unter anderem eine Zunahme wichtiger Hautbarriere-Eiweiße fest, darunter Filaggrin, die für eine gut funktionierende Haut unerlässlich sind.

Was bewirken die Bläschen in der Haut?

Laut den Forschern sorgen die winzigen Bläschen des Mikroblasen-Duschkopfs für eine verbesserte Funktion der Hautbarriere. Sie entfernen einerseits Allergene und stimulieren andererseits direkt oder indirekt die tieferen Schichten der Oberhaut. Dadurch wird die Produktion dieser Eiweiße gefördert.

Weniger deutliche Effekte

Bei den Mäusen, deren Ekzem genetisch bedingt war, waren die Ergebnisse der Mikroblasen-Dusche weniger eindeutig. Die Forscher vermuten, dass die Untersuchungsdauer dafür zu kurz war. Möglicherweise hätte ein Behandlungszeitraum von mehreren Monaten bessere Ergebnisse gezeigt.

 

Interessanterweise stellten die Forscher auch eine leichte Verbesserung bei der Kontrollgruppe fest, die mit normalem Wasser geduscht hatte – also ohne Bläschen. Das deutet darauf hin, dass auch eine milde Wasserreinigung eine Rolle bei der Genesung spielen könnte. Die Effekte waren jedoch deutlich geringer als bei der Mikroblasen-Dusche.

Was bedeutet das für Sie?

Bedeutet das, dass Sie sich einen High-Tech-Duschkopf zulegen sollten? Nein, nicht unbedingt. Ich finde es jedoch sehr interessant, dass es Möglichkeiten gibt, die Haut zu unterstützen, ohne Hautpflegeprodukte aufzutragen. Besonders für Menschen mit empfindlicher Haut oder Ekzemen, bei denen viele Produkte zu aggressiv sind, ist das eine vielversprechende Möglichkeit. Vielleicht wird Duschen in Zukunft sogar Teil der Behandlung bei Hautproblemen.

Milde Reinigung: Sehr wichtig!

Was ich aus dieser Studie mitnehme, ist die Bedeutung einer milden Reinigung. Ob mit einer Mikroblasen-Dusche oder einem schonenden Reinigungsprodukt: Das Reinigen der Haut ist bei Ekzemen äußerst wichtig. Allerdings darf das Reinigen die Haut nicht mehr schädigen, als sie sie regenerieren kann. Bei Menschen mit empfindlicher Haut kann dabei viel schiefgehen. Wenn Technologie dabei helfen kann, umso besser.

Einige Anmerkungen zur Studie

Wie immer ist es wichtig, kritisch zu bleiben. Die Studie wurde an Mäusen durchgeführt, daher wissen wir noch nicht, ob die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind. Die Mäuse wurden nur ein bis zwei Wochen beobachtet. Es wäre sinnvoll, wenn nun weitere Studien folgen, bei denen Menschen über mehrere Monate untersucht werden. Sie können sicher sein, dass ich die wissenschaftliche Literatur mit großem Interesse für Sie im Blick behalte.

Abschließend noch einige Tipps

  • Duschen Sie nicht zu heiß. Heißes Wasser trocknet die Haut aus und kann den Juckreiz verstärken. Lauwarmes bis warmes Wasser ist am besten.
  • Verwenden Sie milde, nicht schäumende Reinigungsprodukte. Schäumende Produkte können die Hautbarriere angreifen.
  • Duschen Sie nicht zu lange. So angenehm es auch ist, beschränken Sie die Duschzeit auf etwa 5 bis 10 Minuten. Das ist auch besser für unsere Umwelt!
  • Trocknen Sie Ihre Haut ab, indem Sie sie trocken tupfen, nicht reiben. Das vermeidet zusätzliche Hautreizung.
  • Hydratisieren Sie die Haut! Tragen Sie nach dem Duschen, am besten auf noch feuchte Haut, eine feuchtigkeitsspendende Bodylotion auf (ohne reizende Inhaltsstoffe wie Parfüm). So schließen Sie die Feuchtigkeit ein und unterstützen die Regeneration der Hautbarriere.

Die Wasserhärte

Ich vermute, es ist nichts Neues für Sie, wenn ich sage, dass auch die Wasserhärte eine Rolle spielt. Hartes Wasser enthält viel Kalk und Mineralien, die die Haut austrocknen können, weil sie die natürliche Fettschicht und den pH-Wert Ihrer Haut beeinträchtigen. Außerdem sorgt hartes Wasser dafür, dass Ihre Duschprodukte weniger gut wirken und sich schlechter im Wasser auflösen. Das ist der Grund, warum Shampoo unter einer „harten“ Wasserstrahl weniger schäumt. Zudem können Seifenreste zurückbleiben, was die Hautbarriere reizt und austrocknet. Das kann Ekzeme verschlimmern. Da der Mikroblasen-Duschkopf ohne Seife funktioniert und mit winzigen Bläschen reinigt, reduziert diese Dusche die negativen Effekte von hartem Wasser.

 

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