Natürliche Öle und die Haut

Natürliche Öle werden in Kosmetika vielfältig eingesetzt. Dazu zählen auch pflanzliche, mineralische und essentielle Öle. Der Unterschied besteht in der Herkunft, der Herstellung und der Wirkung. Wie gut sind diese Produkte für die Haut? Wann kommen sie zum Einsatz?

 

Besser keine essentiellen Öle auf die Haut

Im Gegensatz zu dem, was ihr Name suggeriert, sind essentielle Öle nicht essentiell. Wir brauchen diese Stoffe nicht. Essentielle Amino- oder Fettsäuren müssen wir hingegen schon mit der Nahrung aufnehmen, da unser Körper sie nicht selbst bilden kann. Ätherische Öle ist darum eine bessere Bezeichnung. Diese Stoffe werden vor allem verwendet, um Produkte mit Düften zu versehen. Ätherische Öle sind Gemische, die mittels Pressen, Extrahieren oder Dampfdestillation aus Wurzeln, Blättern, Blumen, Früchten, Stängeln, Haaren und Samen von Pflanzen gewonnen werden. Man benötigt oftmals eine große Menge an pflanzlichem Material, um eine kleine Menge zu gewinnen. Die Ölgemische sind darum stark konzentriert, wertvoll und, vor allem in Reinform, zum Auftragen auf die Haut ungeeignet. Aber auch mit verdünnten oder günstigen Varianten sollten Sie vorsichtig sein. Von gut 79 essentiellen Ölen ist inzwischen bekannt, dass sie allergische Reaktionen verursachen können. Auf der schwarzen Liste stehen auch beliebte Öle wie Ylang-Ylang-, Lavendel-, Minz- und Rosenöl.

 

Nicht alle Pflanzenöle sicher

Pflanzenöle sind im Allgemeinen die etwas sicherere Wahl für die Haut. Diese Öle werden beispielsweise durch Pressen aus Samen, Nüssen und Pflanzenteilen gewonnen. Pflanzliche Öle enthalten Glyzerin, das dafür sorgt, dass die Haut gut hydratisiert wird. Durch den hohen Linolsäuregehalt tragen pflanzliche Öle auch dazu bei, die Schutzfunktion der Haut zu regenerieren. Trotzdem können diese Naturprodukte auch Reizungen hervorrufen. So auch Olivenöl, das aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften beliebt ist. Der Stoff dringt jedoch tief in die Haut ein und verursacht dadurch auch Reizungen. Außerdem sollten Sie bei Nahrungsmittelallergien gegen Cashew, Sesam oder Soja vorsichtig sein, denn Produkte, die derartige Öle enthalten, können bei Betroffenen auch Ekzeme verursachen.

 

Mineralöle zur Linderung

Bei Mineralölen ist die Wahrscheinlichkeit auf Hautreizungen am geringsten. Die Grundlage dieser Gruppe natürlicher Öle ist Petroleum, das aus Plankton und Algen gewonnen wird. Mineralöle bilden eine Schicht auf der Haut, wodurch deren Feuchtigkeitsgehalt aufrechterhalten wird. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit auf eine allergische Reaktion und die Hautbarriere wird geschützt und regeneriert. Mineralöle finden sich oft in Babypflegeprodukten.

 

Wenn es kalt und trocken ist

Gute natürliche Öle können die Haut samtig weich machen. Sie können Ihre tägliche Hautpflege vor allem in der kalten Jahreszeit ausgezeichnet ergänzen. Ein paar Tropfen Öl, die Sie abends auf Ihren Moisturizer auftragen, können trockener Haut die zusätzliche Pflege geben, die sie braucht. Sie sollten jedoch bewusst kaufen und die Produkte sicherheitshalber immer auf der Arminnenseite testen. Mit Vaseline befinden Sie sich auf der sicheren Seite. Dieses Produkt, das auch unter dem Namen Petrolatum bekannt ist, besteht auch aus Mineralölen und bildet eine Schicht auf der Haut.

 

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