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Pickel rund um die Nase bei Kindern. Das kann die Ursache sein
Door:Dr. Jetske Ultee
Vielleicht erkennst du das bei deinem Sohn oder deiner Tochter: kleine Pickelchen oder Pusteln, oft genau rund um die Nase. Es scheint wie aus dem Nichts zu kommen. Und egal, was du versuchst, es kommt immer wieder zurück.
Und oft liegt es nicht an dem, was du aufträgst, sondern an etwas ganz anderem.
Ich habe das selbst auch bei meinen eigenen Kindern erlebt, inzwischen schon vor Jahren. Und ehrlich gesagt: Es hat eine Weile gedauert, bis ich genau verstanden habe, was die Ursache dafür war. Aber als das einmal klar war, ließ es sich eigentlich überraschend einfach lösen.
√ Ohne aufwendige Routinen. √ Ohne alles Mögliche auszuprobieren. √ Ohne starke, aggressive Produkte.
Was ist die Ursache für Pickel rund um die Nase bei Kindern?
Was viele Menschen nicht wissen: Solche Stellen auf junger Haut haben nicht immer etwas mit verstopften Poren oder klassischer Akne zu tun. Bei Kindern sehen wir auch andere Ursachen, wie Hautreizungen, Ekzeme oder eine vorübergehende Störung der Hautflora.
Ein möglicher und oft übersehener Auslöser ist Staphylococcus aureus. Dieses Bakterium kommt natürlicherweise auf der Haut und in der Nase vor. Wenn das Gleichgewicht jedoch gestört ist, kann es lokal überhandnehmen und so Reizungen oder Entzündungen verursachen. Das spielt nicht bei jedem eine Rolle, kommt aber durchaus regelmäßig vor.
Typisch ist, dass die Unruhe oft an derselben Stelle sitzt, immer wiederkehrt und kaum auf Standard-Skincare reagiert. Dasselbe Bakterium kann bei Kindern auch bei anderen Hautproblemen eine Rolle spielen, wie Ekzemen und Impetigo.
Warum diese Pickel rund um die Nase immer wieder zurückkommen
Was dabei eine große Rolle spielt, ist, dass sich dieses Bakterium oft in und rund um die Nase befindet. Von dort aus kann die Haut immer wieder aus dem Gleichgewicht geraten. Zum Beispiel durch Reiben oder Berühren der Nase, aber auch über Kissenbezüge und Handtücher. So verteilt sich das Bakterium immer wieder erneut auf der Haut.
Und solange diese Quelle nicht angegangen wird, bleibt man in einer Art Kreislauf stecken. Egal, wie sehr du dich mit Skincare bemühst.
Warum mehr Auftragen oft nicht hilft
Was ich oft sehe, ist, dass immer mehr Produkte ausprobiert werden. Verständlich, denn man möchte etwas tun. Aber gerade bei junger Haut kann das kontraproduktiv wirken. Zu viele Produkte oder zu starke Inhaltsstoffe können die Hautbarriere stören, Reizungen verschlimmern und das Problem gerade aufrechterhalten. Mehr noch: Je mehr du ausprobierst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du die Haut noch weiter aus dem Gleichgewicht bringst.
Was hilft dann wirklich bei Pickeln rund um die Nase?
Der Schlüssel liegt meist darin, gezielt darauf zu schauen, was los ist, und die Haut danach in Ruhe zu lassen. In der Praxis bedeutet das: mild reinigen, nicht zu oft und nicht zu aggressiv, und ansonsten so wenig zusätzliche Produkte wie möglich verwenden.
Oft ist weniger tun bereits ein großer Teil der Lösung.
Ein milder Reiniger, der die Haut nicht austrocknet, kann hier bereits einen großen Unterschied machen. Er hilft, überschüssigen Talg, Schmutz und Mikroorganismen zu entfernen, ohne die Hautbarriere weiter zu stören. Und was für deine Haut gilt, gilt auch für deine Bettwäsche. Es kann helfen, Kissenbezüge und Handtücher regelmäßig zu wechseln.
Wann solltest du Pickel rund um die Nase behandeln?
Kommt das Problem trotzdem immer wieder zurück? Dann ist es manchmal nötig, gezielter zu behandeln. Da sich dieses Bakterium oft auch in der Nase befindet, gerät die Haut sonst immer wieder erneut aus dem Gleichgewicht.
Ein Arzt oder Dermatologe kann beurteilen, ob eine Behandlung nötig ist, zum Beispiel lokal oder über die Nase. Das Wichtigste ist, dass du zuerst gut verstehst, was los ist, und deine Behandlung darauf abstimmst.
Siehst du eher kleine Pusteln auf der Stirn? Das könnte dahinterstecken
Siehst du eher viele kleine, gleichmäßige Pusteln auf der Stirn? Dann steckt meist etwas anderes dahinter. Das hat häufig mit einem Hefepilz zu tun und erfordert deshalb auch einen anderen Ansatz.
Less is more: gerade bei junger Haut
Was diese Beispiele vor allem zeigen, ist, dass junge Haut oft weniger braucht, als man denkt. Und vielleicht noch wichtiger: Versuche zuerst zu verstehen, was los ist, und behandle erst dann.
Bist du unsicher, was bei deinem Kind los ist?
Bist du unsicher, was bei deinem Kind los ist? Ich verstehe sehr gut, dass es schwierig sein kann, das selbst richtig einzuschätzen. Deshalb schauen wir gern mit dir mit. Mein Team besteht aus Hauttherapeuten, einem Dermatologen, Apotheker und kosmetischen Chemiker.
Dieses Problem tritt übrigens nicht nur bei Kindern auf. Auch viele Erwachsene tragen dieses Bakterium in sich. Trotzdem sehen wir solche Beschwerden bei Kindern viel häufiger. Ihre Haut ist empfindlicher und weniger stabil, und sie fassen sich häufiger ins Gesicht. Dadurch kann sich das Bakterium leichter von der Nase auf die Haut rund um die Nase ausbreiten.
Bei Erwachsenen führt eine Störung der Hautflora meist zu anderen Hautproblemen, wie Akne, Ekzemen und Rosacea. Dabei spielen dann oft auch andere Faktoren und Mikroorganismen eine Rolle.
Dr. Jetske Ultee
Ich frage mich immer: Was würde ich selbst für meine Haut verwenden wollen? Und was wirkt wirklich? Mein größter Antrieb ist, anderen zu schönerer Haut zu verhelfen. Mit guten Ratschlägen und effektiven Produkten.
Hier können Sie mehr über meine Philosophie lesen.