Ekzem

Seborrhoisches Ekzem? Das müssen Sie darüber wissen

Door: Dr. Jetske Ultee
Seborrhoisches Ekzem? Das müssen Sie darüber wissen

Schuppige, gereizte Kopfhaut und Juckreiz … Menschen mit einem seborrhoischen Ekzem (auch seborrhoische Dermatitis genannt) wissen genau, wovon die Rede ist. Aber was verursacht diese Art Ekzem? Was haben Hefepilze damit zu tun? Und warum tritt seborrhoische Dermatitis gerade auf dem Kopf auf? Ich erzähle Ihnen alles darüber. Auch, warum Sie besser nicht kratzen sollten und welche Cremes und Shampoos helfen.

Das unangenehmste Symptom bei seborrhoischer Dermatitis

Seborrhoische Dermatitis erkennt man an roten, entzündeten Stellen, die mit fettigen Schuppen bedeckt sind. Tatsächlich ist die Hautbarriere beschädigt, sodass Feuchtigkeit schnell verdunstet und Bakterien und Reizstoffe leichter eindringen können. Das führt zu Entzündungen und starkem Juckreiz. Bei dem es schwer ist, nicht zu kratzen. Kratzen ist jedoch eine schlechte Idee, denn dadurch wird die Haut noch mehr geschädigt und der Juckreiz verschlimmert sich.

Von Schuppen bis hin zu gelben Krusten

Nicht jeder, der von einem seborrhoischen Ekzem betroffen ist, hat die gleichen Beschwerden. Manche Menschen haben „nur“ gelegentlich schuppige, juckende Stellen. „Schuppen” sind beispielsweise eine milde Form von seborrhoischer Dermatitis. Bei anderen bilden sich auch Bläschen. Oder die Kopfhaut ist vollständig mit gelblichen, kleinen Krusten bedeckt, die stark jucken. Sogar (vorübergehender) Haarausfall kann auftreten. Ein seborrhoisches Ekzem kann auch an anderen Körperstellen auftreten.

Wie entsteht ein seborrhoisches Ekzem?

Ein seborrhoisches Ekzem ist eine Form von Ekzem und entsteht durch eine Kombination mehrerer Faktoren: inneren und äußeren Auslösern.

Der innere Auslöser ist Talg und der Grund dafür, dass eine seborrhoische Dermatitis vor allem auf dem Kopf und im Gesicht auftritt. Denn dort befinden sich viele Talgdrüsen. Daher treten Schuppen und Juckreiz häufig am Haaransatz, an den Augenbrauen, in den Hautfalten neben der Nase und hinter oder auch in den Ohren auf.

Es gibt einen zweiten, externen Übeltäter: ein Hefepilz aus der Gattung Malassezia. Bei vielen Menschen mit seborrhoischer Dermatitis findet man größere Mengen an Hefepilzen auf der Haut, insbesondere Malassezia-Hefen. Diese wachsen am besten in einer fettigen Umgebung, also an Stellen mit vielen Talgdrüsen. Viele Menschen mit seborrhoischer Dermatitis reagieren besonders stark auf Malassezia: Die Hefepilze produzieren dann Substanzen, die die Haut schuppig und rot werden lassen. Warum dies bei manchen Menschen auftritt und bei anderen nicht, ist noch nicht klar, aber wahrscheinlich liegt es am Immunsystem.

Tipp 1 gegen ein seborrhoisches Ekzem: Shampoo mit Selensulfid

Bei einem Teil der Betroffenen nehmen die Beschwerden ab, wenn sie den Hefepilz auf ihrer Kopfhaut bekämpfen. Hier hat sich der Wirkstoff Selensulfid bewährt. Dieser Wirkstoff ist in den besseren Anti-Schuppen-Shampoos enthalten wie beispielsweise Vichy Dercos oder Dermasence Selensiv. Das Azelaic Acid Serum eignet sich sehr gut für die Anwendung auf seborrhoischer Ekzemhaut.

Tipp 2 gegen ein seborrhoisches Ekzem: Schützen Sie Ihre Haut

Ich habe Ihnen bereits erklärt, dass die Barrierefunktion der Haut bei Ekzemen nicht richtig funktioniert. Deshalb lautet mein zweiter Tipp: Schützen Sie Ihre Haut. Eine gute Hautpflege unterstützt die Hautbarriere am ganzen Körper. Baden oder duschen Sie mit Wasser auf Körpertemperatur. Vermeiden Sie Seife und andere schäumende Produkte.

Haferflocken können die Beschwerden eines seborrhoischen Ekzems lindern: Diese können Sie auch in Ihr Badewasser geben. Trockene Haut spannt und kann Juckreiz verursachen. Dem wirkt eine gute Versorgung mit Feuchtigkeit entgegen. Seien Sie jedoch vorsichtig mit fettigen Cremes, da diese die Beschwerden verschlimmern können.

Die Haut mit Ekzemen ist sehr empfindlich: Wählen Sie daher Produkte, die speziell für diesen Hauttyp geeignet sind. Testen Sie diese immer zuerst an einer kleinen Stelle am Unterarm. Das gilt auch für meine Produkte, obwohl diese alle für empfindliche Haut geeignet sind.

Tipp 3 gegen ein seborrhoisches Ekzem: Exfoliant mit Salicylsäure

Ich empfehle auch ein Peeling mit Salicylsäure. Ein solches Peeling entfernt abgestorbene Hautzellen, sodass eine frische, strahlende Haut zum Vorschein kommt. Aber noch wichtiger: Salicylsäure hilft bei überschüssigem Talg. Und viel Talg ist genau das, was die Malassezia-Hefepilze brauchen, um sich zu vermehren.

Tipp 4 gegen ein seborrhoisches Ekzem: Probiotika

Probiotika sind gute, lebende Bakterien, die zu einer gesunden Körperfunktion beitragen. Unter anderem, weil sie das Immunsystem stärken. Probiotika sind als Frühstücksgetränk, Pulver oder Tablette erhältlich. Die gute Nachricht ist, dass Studien zeigen, dass Probiotika auch bei seborrhoischer Dermatitis helfen können. Rötungen und Entzündungen können dadurch abnehmen. Die schlechte Nachricht: Es gibt noch keine Verbraucherprodukte speziell gegen seborrhoische Dermatitis. Aber wenn es solche gibt, werde ich Sie informieren.

Wiederkehrende Beschwerden? Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin

Leiden Sie immer wieder unter seborrhoischer Dermatitis? Oder quält Sie der Juckreiz, wenn Ihr Ekzem aufflammt? Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin um Rat.

30 € Rabatt

Beim Kauf des 5-Stufenplans erhalten Sie 30 € Rabatt.

JETZT BESTELLEN