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Warum es so wertvoll ist, ein Öl in deine Pflegeroutine zu integrieren

Door: Dr. Jetske Ultee
Warum es so wertvoll ist, ein Öl in deine Pflegeroutine zu integrieren

Regenerierend, nährend, beruhigend, ein natürlicher Glow – in Gesichtsölen steckt so viel, worauf man einfach nur stehen kann. So geht es mir jedenfalls. Jahrelang habe ich mir für den eigenen Gebrauch Öle gemischt, für die Pflege von Gesicht, Körper und Haaren. Denn das ist nog so eine fijne eigenschap van oliën: sie sind echte Multitalente. Übrigens nicht nur für mich, maar voor m’n hele gezin.
 
Als ich schließlich die ideale Zusammensetzung entwickelt hatte, die ich auch in größerem Maßstab produzieren konnte, kam mein erstes pflegendes Gesichtsöl heraus: das Face Oil. Seit Kurzem ist die Glow Oil dazugekommen – ein neuer persönlicher Favorit!

 

Was bewirken Öle für deine Haut?

Ein gut formuliertes Öl ist besonders nährend und beruhigend für die Haut. Gesichtsöle können langanhaltend Feuchtigkeit spenden und helfen, diese in der Haut einzuschließen, sodass weniger Wasser über die Hautoberfläche verdunstet. Außerdem versorgen Öle die Haut mit essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien. Die Lipide unterstützen eine gesunde Hautbarriere und halten die Haut geschmeidig. Pflanzliche Öle sind zudem häufig reich an Antioxidantien, die die Haut unter anderem vor Schäden durch Sonnenlicht und andere äußere Einflüsse schützen. In Ölen stecken außerdem oft Stoffe mit beruhigender oder entzündungshemmender Wirkung. Rein pflanzliche Öle sind sehr „sauber“: Es müssen keine Konservierungsstoffe zugesetzt werden, denn Bakterien und Pilze fühlen sich darin nicht wohl. Bedenke aber, dass du pflanzliche Öle nur relativ kurz aufbewahren solltest – maximal zwei Jahre nach dem Produktionsdatum. Zum Glück merkt man meist schnell, wenn ein Öl nicht mehr gut ist: Es riecht muffig und leicht ranzig.

 
 

Olie gebruiken

Wie benutzt du ein Gesichtsöl?

Öle sind unglaublich vielseitig, du kannst sie für all das hier verwenden:
 
• Deine Haut nähren und mit Feuchtigkeit versorgen. Nutze ein Öl als zusätzliche, feuchtigkeitsspendende Schicht über deiner Moisturizer-Creme. Das ist vor allem bei sehr trockener Haut oder in den kälteren, trockenen Wintermonaten angenehm. Außerdem hilft Öl dabei, die wirksamen Inhaltsstoffe aus Serum oder Creme gleichsam „einzuschließen“ und sorgt dafür, dass weniger Feuchtigkeit verdunstet. So bleibt deine Haut länger hydratisiert.

 
• Für eine entspannende Gesichtsmassage. Ein Öl ist ideal, um mit den Fingern geschmeidig über die Haut zu gleiten. Durch eine Massage stimulierst du die Durchblutung, unterstützt den Abtransport von Abfallstoffen, kannst Schwellungen reduzieren und sorgst für Entspannung der Gesichtsmuskeln. Den Effekt siehst du fast sofort: ein gesunder Glow und ein strahlendes, sichtbar entspannteres Gesicht. Massiere mit sanften, streichenden oder kreisenden Bewegungen von der Gesichtsmitte nach außen. Sei im Bereich um die Augen herum vorsichtig und nimm bei der Massage auch den Hals mit – dort sind die Muskeln oft angespannt.

 

Verwendung von Öl

• Make-up auffrischen. Mische einen Tropfen Öl in deine Foundation – das verleiht einen schönen, natürlichen Glow, als würdest du von innen heraus strahlen. Oder verwende ein wenig Öl als Highlighter über dem Make-up, zum Beispiel auf den Wangenknochen oder dem Amorbogen über der Oberlippe. Das ist auch ein perfekter, schneller Touch-up, wenn du nach der Arbeit direkt weiter zu einem Drink oder Termin gehst – du siehst sofort frischer und strahlender aus.

 
• Brauen in Form bringen. Streich einmal ein winziges bisschen Öl durch deine Augenbrauen. In leicht aufwärts gerichteter Richtung sorgt das optisch für einen kleinen Lifting-Effekt, und die Brauen bekommen einen gesunden Glanz.

 
• Reinigen. Mit einem Öl kannst du sehr gut und zugleich schonend dein (Augen-)Make-up entfernen. Gib ein paar Tropfen auf ein (wiederverwendbares) Wattepad und wische Mascara und Co. sanft von den Wimpern. Für das Gesicht kannst du das Öl direkt einmassieren, es verbindet sich von selbst mit deinem Make-up. Anschließend mit Wasser abspülen und, wenn du möchtest, noch mit dem Cleanser nachreinigen.

 
• Dein Badewasser veredeln. Mach dein Bad extra pflegend, indem du ein paar Tropfen Öl ins Badewasser gibst. Tupfe die Haut anschließend nur vorsichtig trocken, damit das Öl als schützender Film auf der Haut zurückbleibt.

 
• Extra-Boost für die Körperhaut. Nach dem Baden oder Duschen ist ein Öl auf der Haut schon herrlich, um sie geschmeidig und weich zu halten. Du kannst aber auch einen Tropfen in deine Bodylotion mischen. Eine Lotion ist häufig leichter und zieht etwas schneller ein, aber auf diese Weise machst du sie zusätzlich reichhaltig – und hilfst der Haut, Feuchtigkeit besser zu speichern.

 
• Öl fürs Haar verwenden. Tagsüber kannst du etwas Öl in die Spitzen geben, wenn sie sich trocken anfühlen: Verteile mit den Händen ein wenig Öl in den Längen. Sind deine Haare sehr trocken – durch Winterluft oder weil du viel schwimmst – kannst du vor dem Schlafengehen etwas Öl einarbeiten und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen wäschst du es aus. Das Ergebnis: gesünder aussehende, glänzende Längen.

 
• Hilfe bei der Rasur. Rasieren reizt die Haut immer ein bisschen. Mit einem Öl beruhigst und hydratisierst du sie, und du kannst eingewachsenen Härchen vorbeugen. Auch als natürliche „Aftershave“-Pflege für Männer ist ein Öl sehr angenehm.

 
• Alles geschmeidig halten. Füße, Hände, Nägel und Nagelhaut können im Winter schnell rau und spröde werden. Großzügig mit Öl einmassieren hilft, alles weich und geschmeidig zu halten.

 

Öl – der Alleskönner?

Mit einem Gesichtsöl kannst du also viel mehr tun, als „nur“ dein Gesicht pflegen. Vielleicht fragst du dich jetzt: „Schön, all diese Talente eines Gesichtsöls – wozu brauche ich dann noch meine Seren und Moisturizer?“ Ich rate trotzdem davon ab, ausschließlich Öl für das Gesicht zu verwenden. Besonders dann, wenn du gezielt bestimmte Hautprobleme angehen möchtest, etwa Hautalterung oder Akne. In gut formulierten Seren und Cremes können deutlich höhere Konzentrationen an Wirkstoffen enthalten sein als in einem Fläschchen Öl. Das liegt daran, dass viele Inhaltsstoffe in leichteren, wasserbasierten Formulierungen besser arbeiten. Verwende Öl deshalb nicht als Ersatz, sondern wirklich als Ergänzung zu der Pflege, die du bereits nutzt.

 
 
Glow Oil vs Face Oil

Face Oil versus Glow Oil

Beide Öle basieren auf Jojobaöl. Nicht zufällig ist das eines meiner liebsten Öle. Warum? Es ist relativ leicht und wird von der Haut gut aufgenommen. Jojobaöl eignet sich für jeden Hauttyp, sogar für die eher fettige Haut, weil es die Poren nicht verstopft und Talg quasi „auflöst“. Aus wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass dieses Öl entzündungshemmend, antibakteriell und schützend gegenüber UV-Schäden wirken kann. Jojobaöl ist außerdem sehr stabil gegenüber Oxidation. Das ist einer der Gründe, warum es so einzigartig ist – und für mich ein absoluter Favorit bleibt.
 
Beide Öle enthalten außerdem Kamelienöl, das reich an Omega-9-Fettsäuren ist und intensiv hydratisierend wirkt. Aktuelle Studien vom Anfang dieses Jahres zeigen, wie gut dieses Öl als Entzündungshemmer, Antioxidans und Feuchtigkeitsspender funktioniert.
Hinzu kommt Squalan aus Oliven, das verhindert, dass die Haut zu viel Feuchtigkeit verliert, und sie gleichzeitig wunderbar weich macht. Und Grüntee-Extrakt, der eine schöne beruhigende und antioxidative Wirkung auf die Haut hat.

 

Und doch ein bisschen anders

Was unterscheidet die beiden Öle nun? Die Face Oil habe ich entwickelt aus dem Wunsch heraus, ein vielseitig einsetzbares Produkt zu haben: Du kannst es für zusätzliche Hydratation im Gesicht nutzen, aber auch wunderbar in trockenen Haarspitzen. Oder zum Entfernen von Make-up, als Massageöl, nach der Rasur (auch für Männer) oder im Badewasser. Es ist das eher „neutrale“ Öl, das sehr vielseitig ist – und sehr wahrscheinlich auch bei deinen Familienmitgliedern beliebt wird.

Die Glow Oil enthält neben den gleichen schönen Ölen wie die Face Oil noch vier kraftvolle Inhaltsstoffe, auf die ich gerne etwas genauer eingehe:
 

Sea buckthron
Sea Buckthorn Oil ist ein intensiv orange-rotes Öl, das aus den Beeren des Sanddornstrauchs gewonnen wird. Es enthält eine hohe Konzentration an Sterolen, die die Haut vor Austrocknung schützen und so Festigkeit und Elastizität verbessern. Außerdem ist es reich an Omega-6 (Gamma-Linolensäure), die die Hauttextur und den Hautton verfeinert. Ein besonderes Detail: Die Beeren des Sanddornstrauchs werden nachts geerntet, wenn sie am reifsten sind. Das ist auch besser für die Beeren, da sie empfindlich auf Hitze und UV-Strahlung reagieren. Nur so erhält man ein besonders wirksames Öl, das durch den hohen Carotingehalt tiefrot gefärbt ist. Kurz gesagt: ein kraftvolles Öl, das die Haut festigt, Fältchen reduziert und für einen strahlenden Teint sorgt.

 
Safraan
Safranöl wird aus den Stempeln der Crocus sativus-Blüte gewonnen. Es hat dank des aktiven Bestandteils Crocin eine starke antioxidative Wirkung. Studien zeigen, dass es die Haut beruhigen und Pigmentflecken mindern kann.

 
Hibiscus
Hibiskusöl stammt aus den Blüten der Hibiskuspflanze, ist reich an Antioxidantien und verbessert die Flexibilität, Elastizität und Hydratation der Haut.

 
Kurkuma
Kurkumaöl ist eine einzigartige Kombination aus drei Kurkuma-Arten, die zusammen eine sehr starke antioxidative Wirkung entfalten. Das Öl neutralisiert schädliche freie Radikale, die letztlich für Hautalterung verantwortlich sind. Und, sozusagen als „Tüpfelchen auf dem i“, bringt dieses Öl den natürlichen Glow deiner Haut zum Vorschein und schenkt ihr einen wunderschönen, natürlichen Schimmer.

 
Die hohe Konzentration an Carotinoiden und Lycopenen in der Glow Oil verleiht deiner Haut einen schönen Glow und einen ganz leichten Tint, als hättest du kurz in der Sonne gesessen.

 
Kurz gesagt: Meine Face Oil ist ein echtes Multitalent und kommt auch in einer größeren Flasche (30 ml). War dieses Öl zunächst eine Limited Edition, gehört es inzwischen fest zum Sortiment. Die Glow Oil (10 ml) ist unter anderem entstanden, weil ich mehr Zeit in Indien verbringe und immer tiefer in die authentischen ayurvedischen Pflegerituale eintauche. Dieses Wissen habe ich mithilfe aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und moderner Technologien in ein Produkt übersetzt, das nicht nur schützt und pflegt, sondern deine Haut auch zum Strahlen bringt. Ich selbst benutze die Glow Oil, wenn ich einen Tag ganz ohne Make-up nach draußen gehen möchte. Und wenn ich wenig geschlafen habe, mische ich einen Tropfen davon in meine Foundation. Besonders an grauen Wintertagen liebe ich den dezenten, von Natur aus vorhandenen Tint des Öls, der meinen Teint sofort frischer aussehen lässt.

 
 
Dr. Jetske Ultee

Zum Schluss

Schöne Fakten

Wusstest du, dass …
… Menschen seit Urzeiten Öl zur Hautpflege verwenden? Eines der ersten Zeugnisse stammt aus Ausgrabungen in Ägypten: Schon 10.000 v. Chr. wurden Öle und balsamartige Texturen genutzt, um Haut und Haare zu pflegen. Auch im alten Griechenland, etwa im 5. Jahrhundert v. Chr., gehörte Olivenöl selbstverständlich zu den Schönheitsritualen der Frauen.
 
Die indischen Schönheitsrituale sind tief in der ayurvedischen Gesundheitslehre verwurzelt. Ayurveda, abgeleitet von den Sanskrit-Wörtern „ayur“ (Leben) und „veda“ (Wissen), bedeutet „Wissen vom Leben“ und entstand vor mehr als 3000 Jahren in Indien. Die Philosophie dahinter: Gesundheit und Wohlbefinden hängen von einem feinen Gleichgewicht zwischen Geist, Körper, Seele und Umwelt ab. Neben dem regelmäßigen Ölen von Gesicht, Körper und Haaren ist eine gesunde, strahlende Haut nicht losgelöst von diesem ganzheitlichen Denken – also auch nicht von der Ernährung und den täglichen Aktivitäten.
 
Darum möchte ich dieses Blog mit einer kleinen Ermutigung beenden: Nimm dir bewusst Zeit, dein Lieblings-Gesichtsöl einzumassieren. Als ruhiges Morgenritual zum Ankommen in den Tag – oder abends, bevor du schlafen gehst, um entspannt in die Nacht zu starten.

 
Herzliche Grüße,
Jetske

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