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Warzen gehören zu den zwanzig häufigsten Diagnosen in der Hausarztpraxis. Fast jeder hatte schon einmal damit zu tun. Wie entsteht diese harmlose Hauterkrankung eigentlich? Und wie wird man sie wieder los?
Was ist eine Warze?
Warzen sind gutartige, verhornte Hautstellen. Sie fühlen sich hart an und können in manchen Fällen blumenkohlartig aussehen. Mitunter sind auch kleine schwarze Punkte sichtbar.
Warzen werden durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht. Dieses Virus infiziert Hautgewebe und Schleimhäute, wodurch unter anderem Warzen entstehen können.
Warzen sind sehr ansteckend. Sie können auftreten, wenn direkter Kontakt mit infizierter Haut bestand oder mit einem Gegenstand – etwa einem gemeinsam benutzten Handtuch – auf dem das Virus vorhanden ist. Das Klassenzimmer ist deshalb ein berüchtigter Ort für Ansteckungen. Etwa zwanzig Prozent der Schulkinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren leiden unter dieser Hauterkrankung. In den meisten Fällen ist eine Warze nicht dauerhaft und verschwindet innerhalb eines Jahres.
Behandlung von Warzen
Da eine Warze häufig von selbst verschwindet, ist eine sofortige Behandlung nicht zwingend erforderlich. Wenn eine Warze jedoch nicht abheilt oder Beschwerden verursacht, kann gemeinsam mit der Hausärztin oder dem Hausarzt nach einer geeigneten Behandlungsmöglichkeit gesucht werden. Leider gibt es keine Creme und kein Medikament, das das Virus selbst bekämpft. Die Behandlung zielt daher vor allem darauf ab, die Warze zu entfernen.
Die gängigsten Behandlungen sind die Anwendung einer Salicylsäure-Salbe, die Kryotherapie (flüssiger Stickstoff) oder eine Kombination aus beidem. Salicylsäure (20 bis 40 %) weicht das Gewebe der Warze auf; flüssiger Stickstoff führt zum Absterben des Gewebes. Lasertherapie, Vitamin-A-Säure und Kürettage (Abschaben der betroffenen Haut) gehören ebenfalls zu den Behandlungsmöglichkeiten.
Warze weg mit Duct Tape?
Es klingt vielleicht merkwürdig, aber das Aufkleben von Duct Tape auf eine Warze kann diese ebenfalls „kleiner werden lassen“. Es scheint, dass der Klebstoff des Tapes Einfluss auf die Warze hat, sodass der Körper sie schließlich selbst abbaut. Eine andere Theorie ist, dass das luftdichte Abkleben der Haut das Virus „ersticken“ lässt. Zur Wirksamkeit von Duct Tape bei Warzen ist jedoch noch weitere Forschung nötig.
Antibiotikum der Bienen
Ein weiteres „Hausmittel“, mit dem es gute Erfahrungen bei Warzen (aber auch bei anderen Hautproblemen) gibt, ist Propolis. Das ist ein natürliches Antibiotikum der Bienen. Die Tiere gewinnen die Substanz aus speziellen Harzen von Knospen verschiedener Bäume und verarbeiten sie mit eigenen Enzymen. Propolis schützt das Bienenvolk vor Krankheitserregern. Da sich die Zusammensetzung im Laufe des Jahres verändert, kommt es nicht zu Resistenzen.
Diese wechselnde Zusammensetzung macht es jedoch schwierig, das Mittel zu standardisieren und bei verschiedenen Beschwerden zu untersuchen. Dennoch gibt es Studien, in denen die Wirkung bei Warzen geprüft wurde. Wenn nichts anderes hilft, können solche Hausmittel auf jeden Fall einen Versuch wert sein.
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