Menstruation und Hautbeschwerden

Hormone können einen großen Einfluss auf die Haut haben. Das sehen wir in der Pubertät, der Schwangerschaft und den Wechseljahren und manchmal sogar monatlich während des Menstruationszyklus. Was geschieht dabei genau und was können Sie dagegen tun?

 

Komplexes Zusammenspiel von Hormonen

Zunächst einmal ein wenig Theorie. So „normal“ das Phänomen Menstruation auch sein mag, es ist doch etwas sehr Komplexes. Der Menstruationszyklus dauert im Durchschnitt ungefähr 28 Tage. In diesen vier Wochen findet ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Hormonen im Gehirn und den Eierstöcken statt, die einander über ein Rückkoppelungssystem stimulieren bzw. bremsen, wenn die Menge sinkt oder steigt.
Die schwankenden Hormonspiegel sorgen in den fruchtbaren Jahren der Frau jeden Monat erneut dafür, dass eine Eizelle heranreift und ausgestoßen wird (Ovulation oder Eisprung) und dass sich die Gebärmutter danach auf eine eventuelle Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet. Außerdem sind sie dafür verantwortlich, dass die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut beim Ausbleiben einer Schwangerschaft auch wieder abgestoßen wird. Letzteres geht mit dem Blutverlust einher, den wir als Menstruation kennen.

 

Auswirkungen auf die Haut

Die Hormonschwankungen wirken sich in großem Maße auf den Körper aus, beispielsweise auf die Laune, die Konzentration, den Appetit, die Nachtruhe und können auch Kopfschmerzen verursachen. Und manchmal wirken sie sich eben auch auf die Haut aus. Einige Frauen können sogar die Uhr danach stellen. Den Eisprung merken sie sofort an den Pickeln oder der trockenen Haut im Gesicht.

 

Zwei Wochen vor der Menstruation

Die meisten Hautbeschwerden treten im zweiten Teil des Zyklus nach dem Eisprung auf, der ungefähr auf der Hälfte des Zyklus stattfindet, circa 14 Tage vor der Menstruation. Jetzt beginnt die „schlechteste“ Zeit für die Haut. Nachdem sie ihren höchsten Punkt erreicht hat, beginnt die Östrogenmenge nun zu sinken und gewinnt Testosteron mehr Einfluss. Diese Verschiebung in „männliche Richtung“ beeinflusst unter anderem die Talgproduktion, die dadurch zunimmt. Deswegen können die Poren verstopfen und Pickel entstehen.

Reagieren Sie immer stark auf die zyklischen Veränderungen in Ihrem Körper? Probieren Sie dann, Ihre Haut sorgfältig zu reinigen, vor allem in der zweiten Hälfte des Zyklus. Verhindern Sie dabei, dass sich der Talg staut oder die Hautbarriere durch stark austrocknende Produkte oder Scrubs beschädigt wird. Verwenden Sie darum einen milden Reiniger wie die Cleanser von Uncover Skincare.
Und erweitern Sie Ihr Hautpflegeprogramm mit einem Exfoliant. Dieses Produkt löst und entfernt nicht nur angesammelte abgestorbene Hautzellen, es verbessert sofort den Feuchtigkeitshaushalt und den Hautzustand.  Der Exfoliant mit Salicylsäure von Dr. Jetske Ultee eignet sich äußerst gut für fettige und/oder unruhige Haut mit Pickeln. Die Säure dringt tief in die Poren ein und löst dort überschüssigen Talg auf.

 

Woche der Menstruation

Nachdem die gröbsten Hautprobleme sowie eine Menge anderer Beschwerden wie ein Blähbauch und schmerzende Brüste überstanden sind, beginnt dann Ende der vierten Woche die Menstruation selbst. In dieser ersten Woche des Zyklus ist der Östrogenspiegel immer noch niedrig, beginnt jedoch langsam wieder anzusteigen. Vielleicht ist Ihre Haut nun trocken? Sorgen Sie dafür, dass der Feuchtigkeitshaushalt Ihrer Haut aufrecht erhalten wird und verwenden Sie besonders hydratisierende Stoffe.
In diesem Zeitraum ist Ihr Körper aufgrund der Zunahme der Prostaglandine auch noch etwas empfindlicher als gewöhnlich. Behandlungen wie beispielsweise eine Haarentfernung mit Wachs oder Epilieren können jetzt schmerzhafter sein. Es ist jetzt besonders wichtig, dass Sie Ihre Haut mit einem guten Sonnenschutzprodukt wie der Suncare SPF 15 oder 30 vor UV-Schäden schützen.

 

Woche nach der Menstruation

Die zweite Woche des Menstruationszyklus, d.h. die Woche nach der Menstruation, ist skinwise die „schönste“ Woche. In diesem Teil des Zyklus erreicht der Östrogenspiegel seinen Höchststand und es entsteht eine gute Balance mit dem anderen weiblichen Geschlechtshormon Progesteron. Das Hautbild ist nun samtig und strahlend und gut hydratisiert. So schön Ihr Teint jetzt auch aussehen mag, Sie sollten sich auch weiterhin an Ihr Beautyregime halten. Denn der Hormonzyklus bewegt sich inzwischen schon wieder auf den nächsten Eisprung zu und damit auch auf das Absinken des Östrogenspiegels.

 

PS: Was ist eigentlich mit der Antibabypille?

Auch die Einnahme der Antibabypille wirkt sich auf die Haut aus. Abhängig von der Pillenart können sich bestimmte Hautbeschwerden wie Pickel verschlimmern oder auch verbessern. Es gibt sogar Antibabypillen, die speziell bei schwerer Akne verschrieben werden. Im zweiten Teil des Blogartikels können Sie mehr darüber lesen.