Seien Sie ehrlich: cremen Sie Ihr Gesicht im Herbst oder Winter noch ein? Fünf Gründe, warum Sonnencreme jetzt alles andere als überflüssig ist.
#1 Durch tägliches Eincremen können Sie Falten vorbeugen – und weniger sichtbar machen
Die Strahlung der Sonne erhöht nicht nur das Risiko für Schäden wie Hautkrebs. Sonnenstrahlung lässt die Haut auch altern! Rund neunzig Prozent der sichtbaren Zeichen der Hautalterung – wie Falten, Pigmentflecken und Elastizitätsverlust – gehen auf das Konto der Sonne. Eincremen ist also wichtig, um Falten vorzubeugen. Mehr noch: In einer Studie wurde gezeigt, dass die tägliche Anwendung eines Sonnenschutzmittels sogar bestehende Alterszeichen weniger sichtbar machen kann. Vielleicht gar keine schlechte Idee, aus dem Eincremen eine Gewohnheit zu machen. Vergessen Sie dabei auch Ihren Hals und Ihre Hände nicht.
#2 Weil der Effekt der Strahlung kumulativ ist
Oft denkt man, dass Hautschäden nur entstehen, wenn man lange und intensiv der Sonne ausgesetzt ist – also erst nach Stunden in der Sonne. Viele Menschen cremen sich deshalb nur ein, wenn sie wirklich länger draußen sind, etwa für einen Tag am Strand oder im Park. Das ist leider ein Irrtum. Strahlung erreicht Ihre Haut auch, wenn Sie zum Beispiel mit dem Fahrrad unterwegs sind, spazieren gehen oder am Spielfeldrand stehen. Außerdem ist das Risiko für Schäden kumulativ – es „stapelt“ sich im Laufe der Zeit.
#3 Auch wenn die Sonne nicht scheint, gibt es UV-A-Strahlen
Wenn die Sonne nicht scheint, gibt es doch kaum einen Grund, sich sorgfältig einzucremen, oder? Doch, den gibt es. Dr. Jetske Ultee empfiehlt, besonders dann konsequent zu cremen, wenn der UV-Index 3 oder höher ist. In den Niederlanden ist das in den Monaten April bis Oktober der Fall. Aber auch jetzt, wenn die Sonnenkraft auf 3 oder weniger sinkt, bleibt es sinnvoll, die Haut zu schützen – und zwar nicht nur an sonnigen Herbsttagen. Selbst wenn es draußen nicht warm ist, an bewölkten Tagen oder im Winter, erreichen UV-A-Strahlen die Haut. Diese Strahlen dringen tiefer ein. Man spürt oder sieht sie nicht direkt: UV-B lässt die Haut rot und braun werden, UV-A gibt keine „Warnung“. Aber auch diese Strahlung ist mitverantwortlich für Falten und Pigmentflecken. Und wussten Sie, dass UV-A-Strahlen auch durch Glas hindurch dringen?
#4 Und dann gibt es noch Infrarot und sichtbares Licht
Nicht nur UV-A- und UV-B-Strahlung, auch der infrarote Anteil des Sonnenlichtspektrums (auch als Infrarot-A bezeichnet) sorgt für eine Zunahme freier Radikale in der Haut. Und auch „normales Tageslicht“ (also sichtbares Licht) kann bei bestimmten Hauttypen Pigmentveränderungen hervorrufen. Leider bieten die derzeitigen Filter in Sonnenschutzmitteln keinen Schutz vor diesem Anteil des Lichts. Die gute Nachricht: Antioxidantien können die Haut hier durchaus unterstützen. Verwenden Sie deshalb ein Sonnenschutzprodukt mit Antioxidantien. Wenn Sie es besonders gut machen möchten, wählen Sie zusätzlich eine Feuchtigkeitspflege mit ausreichend dieser schützenden Stoffe.
#5 Auch als Schutz vor Luftverschmutzung
Nicht nur Sonnenstrahlung, auch Luftverschmutzung hinterlässt Spuren auf der Haut. Verschmutzte Luft löst sogenannte Oxidationsprozesse in der Haut aus, mit der Folge, dass vermehrt freie Radikale und Entzündungsfaktoren entstehen. Das führt zu einer beschleunigten Hautalterung. Auch deshalb ist es sinnvoll, Ihre Haut mit einer Sonnencreme mit zusätzlichen Antioxidantien zu schützen – zum Beispiel mit der Suncare SPF 15 oder SPF 30. Genauso wichtig ist es, die Haut insgesamt in guter Kondition zu halten. Und vergessen Sie nicht, die Haut abends gründlich zu reinigen.
Zum Schluss: Wie ist das eigentlich mit Vitamin D im Winter?
Die Sonne hat natürlich auch eine sehr positive Seite – sie macht uns fröhlicher und ist wichtig für unseren Vitamin-D-Haushalt. Aber wie funktioniert das im Winter, wenn es so wenig Sonne gibt und Sie außerdem noch Sonnencreme verwenden?
Ideal ist es, wenn Sie im Sommer genügend Vitamin D „auf Vorrat“ bilden, um durch die dunklen Wintermonate zu kommen. Denken Sie daran, dass vor allem UV-B-Strahlung für die Bildung von Vitamin D wichtig ist. Im Winter ist die Haut vorwiegend UV-A-Strahlung ausgesetzt. Studien zeigen außerdem, dass selbst Menschen, die konsequent Sonnenschutz verwenden, nicht weniger Vitamin D im Blut haben als andere. Und wir sehen, dass Menschen, die sehr viel in der Sonne sind, trotzdem einen Vitamin-D-Mangel haben können. Es gibt also eine genetische Komponente, die bestimmt, wie gut Sie Vitamin D bilden können. Es gibt jedenfalls keinen Grund, deshalb auf Sonnenschutz zu verzichten.
Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, erhalten aktuell nur bestimmte Risikogruppen die generelle Empfehlung, ein Supplement einzunehmen (unter anderem ältere Menschen, Menschen mit dunkler Haut, Kinder unter vier Jahren und Schwangere). Aber auch bei Personen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, kann ein Vitamin-D-Mangel vorkommen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie zu wenig Vitamin D haben, ist es in jedem Fall eine gute Idee, dies von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt einmal testen zu lassen.