Warum das Solarium (immer) eine schlechte Idee ist

In den dunklen Monaten sind Solarienbesuche durchaus üblich, um etwas Farbe zu bekommen oder sich vor einer Urlaubsreise vorzubräunen. Solarien werden auch besucht, um die Vitamin D-Bildung anzuregen und ein Wintertief zu bekämpfen. Ist das eine gute Idee?

  

(Zu) viel UVA-Strahlung im Solarium

Im Solarium sind Sie sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung ausgesetzt, die Dosis UVA-Strahlung ist hier jedoch noch deutlich höher als in der Sonne. Die genaue Menge hängt vom Gerät ab, kann jedoch zehn- bis fünfzehnmal so hoch sein wie an der frischen Luft. Und das ist nicht gut für die Haut.

 

Sie bekommen schneller Falten und schaden Ihrer Haut.

UVA-Strahlung wurde lange Zeit als ungefährlich eingestuft. Sie ist die schwächste Strahlungsart des Sonnenlichts. UVA-Strahlen dringen jedoch deutlich tiefer in die Haut ein, wodurch hohe Dosen vielleicht noch viel schädlicher sind. UVA-Strahlung lässt die Haut schneller altern: Das Bindegewebe wird angegriffen und die Elastizität der Haut nimmt ab. Ebenso wächst das Hautkrebsrisiko durch UVA-Strahlen.
(https://www.dr-jetskeultee.de/produkt-beraten/wirkt-uva-strahlung-haut)

 

Braun (auch Solarienbraun) = Hautschäden

UVA-Licht sorgt durch eine Veränderung der bereits anwesenden Pigmente für eine relativ schnelle Bräune. Das ist die sogenannte direkte Pigmentierung, sie dauert jedoch nur einige Stunden an und bietet geringen Schutz. UVB-Strahlung sorgt für eine verzögerte Bräunung durch die Zunahme und schnellere Verteilung des Pigments in der Oberhaut. Die Haut wird außerdem dicker. Beide Prozesse sind Schutzreaktionen. Bei sonnengebräunter Haut sind immer Hautschäden aufgetreten.
 
 

Es gibt keine gute Vorbereitung für Ihren Urlaub.

Gebräunte Haut schützt kaum vor einem Sonnenbrand, Solarienbräune schon gar nicht. Dasselbe gilt für Selbstbräuner. Braun durch Selbstbräuner. Viel vernünftiger ist es, den Hautzustand durch eine gute Ernährung zu verbessern und die Barrierefunktion zu stärken. Widerstandsfähige Haut kann sich besser gegen Sonnenschäden zur Wehr setzen. Vergessen Sie jedoch nicht, Sonnencreme zu verwenden. Verwenden Sie ein Produkt, dass sowohl vor UVA- als auch UVB-Strahlung schützt und am besten auch noch Antioxidantien enthält.

 

Solarien vor allem jungen Jahren schädlich

Unvernünftiges Sonnen kann vor allem in jungen Jahren die Haut schädigen. Wussten Sie beispielsweise, dass die Wahrscheinlichkeit, an einem Melanom zu erkranken, um 75 Prozent steigt, wenn man vor dem 30. Lebensjahr regelmäßig ins Solarium geht?

 

Bekämpft ein Solariumbesuch einen Vitamin-D-Mangel?

Vitamin D wird in der Haut unter dem Einfluss von UVB-Strahlung gebildet. Das Vitamin ist nicht nur für Knochen und Muskeln von großer Bedeutung, es sorgt auch für ein gut funktionierendes Immunsystem. Ein Vitamin-D-Mangel wird mit verschiedenen Krankheiten in Zusammenhang gebracht, u.a. Störungen des Immunsystems und Depressionen. Sehr verständlich also, dass Solarien in den dunklen Monaten besucht werden, um ein Wintertief und andere Beschwerden zu bekämpfen. Es wird sogar mit speziellen D-lights geworben. Aus Studien ging jedoch hervor, dass sich eine Sonnenkur von einigen Wochen unwesentlich auf den Vitamin-D-Vorrat auswirkt. Nach einem kurzen Anstieg nimmt der Vitamin-D-Gehalt schnell wieder ab.  Die meisten Solarien haben zudem wenig UVB-Strahlung.

 

Gut gelaunt (durch) Sonnen: So funktioniert es

Macht Sonne gute Laune? Ja, bei den meisten Menschen schon. Eine Sonnenkur in einem Solarium richtet jedoch nicht viel für den Gemütszustand, gegen ein Wintertief oder Niedergeschlagenheit aus, wie aus einer bereits genannten Studie hervorging.  Zum Entspannen eignen sich ein Spaziergang, Yoga oder Lesen viel besser. Fahren Sie in den Urlaub? Genießen Sie dann die Sonne - im Freien. Aber geschützt, vor allem im Winterurlaub.

 

PS:

Haben Sie Mühe, die unterschiedlichen Strahlungsarten auseinanderzuhalten? Ganz allgemein lässt sich sagen, dass UVA-Strahlen für frühzeitige Hautalterung sorgen. Denken Sie an das A von Aging. UVB-Strahlen sorgen zwar für eine Bräunung, jedoch vor allem auch für eine oberflächliche Verbrennung der Haut (B von Burning).