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Das macht ein Exfoliant für deine Haut (unverzichtbar für einen strahlenden Teint)

Door: Dr. Jetske Ultee
Das macht ein Exfoliant für deine Haut (unverzichtbar für einen strahlenden Teint)

Wenn du dir eine frische, strahlende Haut wünschst, darf ein guter Exfoliant in deiner Skincare-Routine eigentlich nicht fehlen. Aber was ist sinnvoll? Welcher Exfoliant passt zu deiner Haut, welche Inhaltsstoffe unterstützen das und wann greifst du zur Extra Strong-Variante? Viele Fragen, auf die du in diesem Blog Antworten bekommst.
 

Warum exfolieren?

Mit einem Exfoliant hilfst du der Haut, abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Dadurch wirkt dein Teint wieder frischer und gleichmäßiger. Ein Exfoliant arbeitet etwas anders als ein Peeling mit Körnchen, bei dem die oberste Hautschicht mechanisch „abgeschliffen“ wird. Die (Frucht-)Säuren im Exfoliant sorgen nämlich dafür, dass sich abgestorbene Hautzellen leichter lösen. Und das ist ab etwa deinem dreißigsten Lebensjahr kein überflüssiger Luxus mehr – ab dann tut sich die Haut mit diesem Prozess zunehmend schwerer.
 

Peelen – ist das nicht dasselbe?

Die Idee hinter einem Peeling ist, dass du die oberste Schicht abgestorbener Hautzellen abträgst. So hilfst du der Haut, sich leichter zu erneuern, und beugst gleichzeitig Unregelmäßigkeiten und Pickelchen vor. Aber so angenehm Masken, Tiegel und Peelingpasten sich auch anfühlen – mit mechanischen Peelings kannst du die Haut sehr leicht schädigen. Bei falscher Anwendung, zu groben Körnchen oder aggressiven Inhaltsstoffen reizt ein Peeling die Haut eher, statt sie zu verfeinern. Die Folge: mehr Unreinheiten. Darum bin ich ein großer Fan von Exfoliants.
 

Wie wirkt ein Exfoliant?

Ein Exfoliant arbeitet auf Basis von (Frucht-)Säuren. Diese Stoffe schwächen die Verbindung zwischen den obersten, abgestorbenen Hautzellen, sodass sie sich leichter lösen. So kommt eine frischere und sichtbar strahlendere Haut zum Vorschein.
 

Exfoliant Anwendung

Mehr als nur ein „Fresh-up“

Ein guter Exfoliant kann noch mehr, als die Haut nur „aufzufrischen“. Neben dem Lösen und Entfernen angesammelter abgestorbener Hautzellen lässt ein Exfoliant mit Glykolsäure oberflächliche Pigmentflecken und Fältchen weniger auffallen. Außerdem sorgt diese Art Exfoliant für zusätzliche Hydratation – eine sehr gute Wahl für trockene Haut. Für eine unruhige Haut mit Pickeln und Mitessern ist Salicylsäure besonders geeignet, weil dieser Exfoliant fettlöslich ist und die Poren gründlich reinigen kann.
 

Der richtige pH-Wert

Ein Exfoliant ist nur dann wirksam, wenn das Produkt den richtigen pH-Wert (Säuregrad) hat. Für Glykolsäure gilt, dass sie bei einem pH-Wert von etwa 3–4 abgestorbene Hautzellen entfernen kann. Salicylsäure kann auch bei einem pH-Wert um 6,5–7 wirken (niedriger geht ebenfalls). Der pH-Wert meiner Exfoliants liegt zwischen 4 und 4,5. Aus Studien wissen wir inzwischen, dass die Säuren in dieser Bandbreite genauso effektiv sein können – und die Haut dabei weniger reizen.
 

Nicht nur Säuren

Mir ist wichtig, dass meine Exfoliants nicht nur effektiv sind, sondern auch eine pflegende Wirkung haben. Deshalb habe ich zusätzlich beruhigende und besänftigende Inhaltsstoffe integriert, zum Beispiel Süßholzwurzelextrakt und Allantoin, aber auch Präbiotika wie Inulin und Fruktose. Immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, wie wichtig Mikroorganismen für unsere Haut sind. Sie helfen, die Haut zu schützen und sogar bestimmte Hautprobleme zu lindern. Präbiotika unterstützen diese positiven Effekte, weil sie sozusagen als „Nahrung“ für die guten Bakterien dienen. Die Inhaltsstoffe in meinen Exfoliants sorgen also nicht nur für eine strahlende Haut, sondern auch für ein gesundes Gleichgewicht deiner Hautflora. 

Welcher Exfoliant passt zu deiner Haut?

Du möchtest wissen, welcher Exfoliant für dich geeignet ist? Ich habe zwei verschiedene Exfoliants mit unterschiedlicher Stärke entwickelt. Grundsätzlich sind sie für alle Hauttypen geeignet, aber die Wirkung der Säuren unterscheidet sich. Ich erkläre dir gerne, worauf du achten kannst.
 
 

Exfoliant | Normale bis fettige Haut

Für normale bis fettige, sensible oder unreine Haut

Hast du eine empfindliche, fettige oder unreine Haut? Dann empfehle ich meinen Exfoliant mit Salicylsäure. Dieser Wirkstoff ist fettlöslich, dringt gut in die Poren ein und löst dort angesammelten Talg. Das macht das Produkt auch sehr geeignet für eine Haut mit Pickeln.
 
Ist deine Haut sehr unruhig? Dann kannst du zur Extra Strong-Variante greifen. Auch bei empfindlicher Haut kannst du diesen Exfoliant gut verwenden – wichtig ist nur, dass du ihn sehr behutsam einschleichst. Mit der Extra Strong-Variante wirst du durch den höheren Anteil an Salicylsäure (2 %) und das zugesetzte Azelainsäure bessere und schnellere Resultate sehen. Pickel, Knötchen und Rötungen nehmen ab und du hältst Mitesser besser unter Kontrolle. Wenn deine Haut extrem empfindlich ist, bleib lieber beim Exfoliant mit 1 % Salicylsäure; die Extra Strong-Version kann dann zu intensiv sein. Es ist aber gut möglich, dass du die Extra Strong-Variante trotzdem verwenden kannst – solange du sie wirklich langsam aufbaust.
 
 

Exfoliant | Normale bis trockene Haut

Für normale bis trockene Haut

Für die eher trockene, feuchtigkeitsarme Haut empfehle ich meinen Exfoliant mit Glykolsäure. Er hilft, abgestorbene Hautzellen leichter zu lösen, Feuchtigkeit besser zu binden und lässt feine Linien und Pigmentflecken weniger sichtbar erscheinen.
 
Möchtest du noch einen Schritt weiter gehen und Anzeichen von Hautalterung oder Pigmentflecken gezielter angehen? Dann ist die Extra Strong-Variante mit Glykolsäure und Tranexamsäure die beste Wahl. Beide Inhaltsstoffe können Linien und Pigmentflecken sehr effektiv weniger sichtbar machen. Auch hier gilt: Anwendung langsam steigern, damit sich deine Haut an die höheren Konzentrationen gewöhnen kann. 

So verwendest du den Exfoliant

Für alle exfolierenden Produkte gilt: bitte mit Bedacht einsetzen. Säuren können die Haut am Anfang etwas reizen. Baue die Anwendung deshalb immer langsam auf.
 
Fängst du gerade erst mit einem Exfoliant an? Dann geh Schritt für Schritt vor. Auch wenn deine Haut sehr empfindlich ist, kann das eine gute Strategie sein. Beginne mit einer niedrigeren Konzentration und trage das Produkt zunächst jeden zweiten Tag auf. Verträgt deine Haut das gut? Dann kannst du auf die tägliche Anwendung umstellen – später eventuell sogar zweimal täglich.
 
Die Extra Strong-Variante verwendest du am Ende maximal 1-mal täglich (morgens oder abends) oder 1–2-mal pro Woche als gezielte „Treatment“ zusätzlich zu deinem bisherigen Exfoliant. Das ist besonders sinnvoll, wenn du merkst, dass der Extra Strong-Exfoliant für den täglichen Gebrauch zu intensiv ist.
 
Verwendest du bereits täglich einen Exfoliant? Dann kannst du zunächst jeden zweiten Tag deinen bisherigen Exfoliant durch die Extra Strong-Variante ersetzen. Verträgt deine Haut das gut, kannst du später auf die tägliche Anwendung umsteigen. Wenn nicht: bleib einfach bei diesem Wechselrhythmus. 

Exfolieren

So trägst du ihn auf:

1. Trage nach dem Toner 1–2 Pumpstöße des Exfoliants auf.
 
2. Spüle das Produkt nicht ab.
 
3. Lass es kurz einziehen, bevor du mit dem nächsten Schritt deiner Routine weitermachst.

Zu empfindlich?

Hast du eine sehr empfindliche Haut oder vielleicht Rosacea? Dann wähle den Exfoliant mit Azelainsäure. Er ist durch seine beruhigende Wirkung besonders geeignet für eine empfindliche Haut mit Rötungen und Knötchen. Achte darauf, die Anwendung bei sensibler Haut noch langsamer aufzubauen: Starte mit 1–2-mal pro Woche und schau, ob du die Häufigkeit steigern kannst. Bemerkt du (mehr) Irritationen, mach einen Schritt zurück. Du darfst den Exfoliant täglich verwenden, musst es aber nicht. Das hängt ganz von deiner Haut ab. Bist du unsicher, was für dich sinnvoll ist? Dann lass dich gerne von unseren Hauttherapeut:innen beraten.
 

Wirkung auf die Poren

Poren können aus verschiedenen Gründen sichtbar werden: unter dem Einfluss von Hormonen, mit zunehmendem Alter oder durch verstopfte Poren. Auf Dauer kann sich die Porenwand sogar etwas weiten. Ein Exfoliant sorgt dafür, dass die Poren sauber bleiben – und dadurch weniger auffallen.
 

Ist das so gewollt?

Wenn du zum ersten Mal mit einem Exfoliant beginnst, kann es sein, dass du zunächst eine Phase von Purging erlebst. Dann treten plötzlich alle Unreinheiten, die „unter der Haut saßen“, gleichzeitig an die Oberfläche. Das ist tatsächlich ein gutes Zeichen: Deine Haut versucht, alles auf einmal loszuwerden. Also nicht abbrechen, sondern dem Produkt Zeit geben. Danach sieht deine Haut wirklich schöner und ruhiger aus.
 
Für eine sichtbare Verbesserung von Unreinheiten, Pickeln, Rötungen und Knötchen braucht es etwas Geduld. Die meisten Menschen bemerken nach einigen Wochen bis Monaten einen Unterschied. Mein Tipp: Mach vor dem Start mit dem Exfoliant Fotos – so kannst du den Fortschritt am besten beurteilen.
 

Wusstest du schon, dass …

… deine oberste Hautschicht manchmal aus bis zu 30 Lagen abgestorbener Hautzellen besteht? 

… diese Schicht an den Fußsohlen und Handinnenflächen am dicksten ist? 

… deine Haut ab etwa dem 30. Lebensjahr mehr Mühe hat, diese abgestorbenen Zellen loszulassen? 

… zu viele abgestorbene Hautzellen den Teint fahl und weniger strahlend wirken lassen können? 

… diese Zellen gleichzeitig eine wichtige Schutzfunktion haben? (Deshalb enthalten meine Exfoliants nicht nur Säuren, sondern auch schützende und pflegende Inhaltsstoffe.) 

… ein Exfoliant nicht nur hilft, abgestorbene Hautzellen zu entfernen, sondern auch Poren zu reinigen und Pigmentflecken, Hautprobleme und feine Linien zu reduzieren? 

… sich die Haut etwa alle 27 Tage erneuert?

 

Exfoliant Extra Strong Anwendung

Extra-Tipp: Nicht nur fürs Gesicht …

Hast du mit Hornhautstellen an Händen, Füßen oder Ellbogen zu tun? Verwende dort einen Exfoliant mit Salicylsäure. Der hilft, abgestorbene Hautzellen leichter zu lösen und sorgt dafür, dass sich weniger Hornhaut aufbauen kann. Nach der Exfoliation kannst du diese Bereiche mit einer reichhaltigen, feuchtigkeitsspendenden Creme wie der Repair Cream eincremen. Am besten funktioniert das auf noch leicht feuchter Haut, zum Beispiel direkt nach dem Waschen oder Duschen. Du wirst merken, dass sich die Hornhaut jetzt viel leichter entfernen lässt.

 

Quellen

Azelaid acid: Properties and mode of action
 
Interventions for rosacea
 
An update on the treatment of rosacea
 
Topical azelaic acid, salicylic acid, nicotinamide, and sulphur for acne
 
Clinical and instrumental assessment of the effects of a new product based on hydroxypropyl chitosan and potassium azeloyl diglycinate in the management of rosacea

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