Ernährung und Haut

Schon in den 60er-Jahren wurden bei Hautproblemen auch Diäten verordnet. Denn bekanntlich beeinflusst Ernährung die Hautgesundheit. Es werden viele Studien durchgeführt, welche die Folgen der Ernährung für die Haut untersuchen. Was wissen wir bereits? 

 

Hautalterung durch schnelle Zucker

Kohlenhydrate werden eingeteilt in schnelle und langsame Kohlenhydrate. Kartoffeln, Weißbrot, Reis, Softdrinks und Süßigkeiten zählen zum Beispiel zu den schnellen Kohlenhydraten. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Fisch hingegen fallen unter die Kategorie der langsamen Kohlenhydrate. Schnelle Zucker oder Kohlenhydrate verbinden sich mit bestimmten Stoffen in der Haut. Diese Verbindungen beschädigen die Kollagene und Elastine, die natürlich in der Haut vorkommen. Dies führt zur schnelleren Hautalterung. Jedoch sollte man nicht nur wegen der Hautalterung auf seine Ernährung achten. Die richtige Ernährung kann auch bei Akne zu Linderung verhelfen. Eine Diät, die hauptsächlich aus langsamen Kohlenhydraten besteht, hilft also, das Hautbild zu verbessern.

 

Vorsicht bei Histaminen im Falle von Rosazea und Ekzemen

Die meisten Menschen mit Hautleiden achten bewusst auf Ihre Ernährung. Dies ist natürlich sehr hilfreich und lindert die meisten Beschwerden. Dabei ist es ausschlaggebend zu wissen, welche Lebensmittel zu vermeiden sind. Ganz besonders bei der Hautkrankheit Rosacea und bei Ekzemen können falsche Lebensmittel die Symptome verschlimmern. Nahrungsmittel wie Tomaten, Avocado, Mango, Kiwi und Gewürze wie Zimt und Koriander sind zwar gesund, enthalten jedoch Histamine. Dies sind Stoffe, die im Körper bei einer allergischen Reaktion entstehen. Normalerweise können Histamine ganz normal vom Körper abgebaut werden. Bei Rosacea- und Ekzem-Patienten können diese Stoffe die Hautleiden allerdings verschlimmern. Deswegen ist es in diesem Fall ratsam, ein Ernährungstagebuch zu führen, um herauszufinden, welche Nahrungsmittel die Probleme verursachen.

 

Pickel vom täglichen Glas Milch?

Einige Studien bringen Milchprodukte in Zusammenhang mit Akne. Dabei ist nicht sicher, ob Milchprodukte Akne hervorrufen, oder ob nur bereits vorhandene Akne verschlimmert wird. Bei Hautproblemen wird also empfohlen, die Finger von Milchprodukten zu lassen.

 

Probiotika

Es liegen weltweit viele Studien vor, die die positive Wirkung von Probiotika auf die Verdauung und Darmbeschwerden untersucht haben. Zusätzlich dazu zeigte sich, dass Probiotika auch bei Hautproblemen Linderung verschaffen können. Die Stoffe tragen zur Verbesserung der Symptome von Akne, Rosacea und Ekzemen bei. Verschiedene Forschungen belegen außerdem, dass der Verzehr von Probiotika in der Schwangerschaft das Risiko auf Ekzembildung bei Kindern vermindert. Probiotika unterstützen die natürliche Funktion der Hautbarriere und helfen der Haut, Feuchtigkeit besser zu halten. Dies beugt nicht nur trockener und unreiner Haut vor, sondern verlangsamt auch die Hautalterung.

 

Karotten, rote Trauben und grüner Tee

In Karotten kann man den Stoff Beta Carotin finden. Beta Carotin wird im Körper direkt in Vitamin A umgewandelt, welches die Haut vor UV-Schäden schützt. Beta Carotin kommt nicht nur in Karotten vor, sondern auch in anderen Gemüsen, vor allem bei Kohlsorten, vor. Das Anti Aging Wundermittel Resveratrol, ein weiterer Stoff, der gut für die Haut ist, befindet sich in roten Trauben (oder Rotwein). Auch grüner Tee ist ein Lebensmittel, mit dem Sie Ihre Haut unterstützen können. Grüner Tee enthält Antioxidantien, welche die Haut ebenfalls vor UV-Schäden schützen und der Hautalterung entgegenwirken. Antioxidantien sind in Brokkoli, Erdbeeren und Cranberrys zu finden.
 

Hauttyp

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