Hautpflege Hautalterung

Hautbeschwerden in den Wechseljahren

Door: Dr. Jetske Ultee
Hautbeschwerden in den Wechseljahren

Was passiert mit der Haut in den Wechseljahren? Stimmt es, dass die Haut dünner wird, weniger elastisch und trockener? Und kann man selbst noch etwas dagegen tun?

Der Östrogenspiegel sinkt …

Die Wechseljahre sind eine bekannte, unruhige Phase für die Haut. Der Östrogenspiegel im Körper der Frau nimmt ab, sodass die männlichen Geschlechtshormone zunehmend die Oberhand gewinnen. Das merkt man. Zum Beispiel an lästigen Härchen im Gesicht. Auch können sich mehr Pickel auf der Haut bilden. Und tatsächlich wird die Haut in den Jahren der Wechseljahre langsam trockener, dünner und weniger elastisch.

… und damit nimmt auch Kollagen und Elastin ab

Durch den Rückgang der Östrogenmenge verringert sich auch der Kollagengehalt in der Haut. Pro Jahr nimmt er um etwa zwei Prozent ab, gleichzeitig reduziert sich die Dicke der Haut um gut ein Prozent. Ihre Haut verliert dadurch an Festigkeit und Struktur. Zusätzlich nimmt die Elastizität der Haut noch einmal um etwa ein halbes Prozent ab.

Die Haut wird trockener, schlaffer und schneller gereizt

Außerdem kann die Haut Feuchtigkeit weniger gut speichern. Die Barrierefunktion verschlechtert sich und die Talgproduktion geht zurück. Die Folge: Die Haut wird trockener und reagiert schneller gereizt.
Es ist also nicht verwunderlich, dass Frauen um die fünfzig mit Fältchen, eingefallenen Wangen sowie einer schlaffen, trockenen, unruhigen und durchscheinenden Haut zu kämpfen haben.

Was können Sie (selbst) tun?

Täglicher SPF ist die beste Methode, um (weitere) Falten, Pigmentflecken und andere Zeichen der Hautalterung zu verhindern. Studien zeigen sogar, dass konsequente tägliche Anwendung bestehende Alterszeichen weniger sichtbar machen kann.
Sorgen Sie für ausreichend Antioxidantien – nicht nur in Ihrer Hautpflege, sondern auch in der Ernährung, zum Beispiel Vitamin C. Dieser gut untersuchte Wirkstoff hilft der Haut, fest zu bleiben, und schützt zusätzlich vor Sonnenschäden.
Ein noch stärkeres Antioxidans ist Astaxanthin. Das finden Sie nicht in Hautpflegeprodukten, wohl aber in Lebensmitteln wie Lachs, Forelle oder Garnelen. Es gibt auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel.
Außerdem sind Omega-3-Fettsäuren gerade für die ältere, trockener werdende Haut eine sinnvolle Ergänzung auf dem Speiseplan. Zusammen mit Cholesterin und Ceramiden bilden diese Fette den natürlichen schützenden „Fettfilm“ der Haut, der sie hydratisiert und geschützt hält.
Und vergessen Sie schließlich nicht, dass die ältere Haut Vitamin D weniger gut bildet. 
Greifen Sie ruhig zu einer etwas reichhaltigeren Creme, wenn sich die Haut trocken anfühlt. Oder tragen Sie eine zusätzliche Schicht eines reichhaltigeren Produkts über Ihrer Creme auf, zum Beispiel die Repair Cream von Dr. Jetske Ultee (ein wenig Vaseline oder pflanzliches Öl ist ebenfalls möglich).
Von Rauchen, Alkohol und Zucker wird die Haut nicht schöner.
Regelmäßiges Exfolieren zu Hause, um der Haut beim Abbau der Schicht abgestorbener Hautzellen zu helfen, ist kein Luxus, wenn die Haut älter wird. Verwenden Sie ein gutes Exfoliant. Glykolsäure hilft gleichzeitig, den Feuchtigkeitshaushalt zu verbessern. Wählen Sie Salicylsäure, wenn Sie eine empfindliche oder unruhige Haut mit Pickeln haben. Verwenden Sie im Gesicht lieber keine Scrubs.
Weitere Lifestyle-Tipps: Achten Sie auf ausreichend Schlaf und Bewegung – und vergessen Sie nicht, zu genießen. Das tut der Haut wirklich gut.

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