Pimple Patches, auch Akne-Sticker oder Spot Masters genannt: Man kann sie inzwischen überall für ein paar Euro kaufen. Kleine, runde, halbtransparente Pflaster, die Sie auf einen Pickel kleben können. Wie funktionieren diese Spot-Treatments? Kann ich sie empfehlen?
Es gibt eine ganze Reihe von Akne-Stickern und Patches zu kaufen
Hydrokolloid
Akne-Sticker oder Patches sind kleine, meist runde Pflaster, die Sie auf einen Pickel kleben können. Es sind inzwischen sehr viele Varianten im Umlauf. Manche bestehen aus einer Hydrokolloid-Schicht. Das ist eine Mischung aus haftenden und absorbierenden Stoffen. Dadurch werden Talg, Wundflüssigkeit und Schmutz aus dem Pickel gezogen. Durch eine dünne Kunststoff-Oberschicht verhindern die Pflaster, dass Feuchtigkeit entweicht und die Haut austrocknet. So schaffen diese Pflaster ein feuchtes Milieu, in dem die Haut schneller heilen kann. Hydrokolloidpflaster wurden ursprünglich für Wunden und Hautgeschwüre entwickelt. Jetzt sind sie auch bei Akne sehr beliebt.
Treatment Patches
Es gibt auch „Treatment Patches“, denen Stoffe wie Salicylsäure, Niacinamid oder Teebaumöl zugesetzt sind. Wir wissen, dass sie exfolierend, schützend und beruhigend wirken. Die Pflaster sollen dafür sorgen, dass diese Inhaltsstoffe genau an der richtigen Stelle ankommen und dort ihre Wirkung entfalten.
Micro-Darts
Und dann gibt es noch Patches mit löslichen Micro-Darts, in denen die Wirkstoffe stecken (sie sehen aus wie Pflaster mit kleinen Nädelchen). Die Idee dahinter ist, dass die „Medikation“ so besser und tiefer in den Pickel hineingedrückt werden kann. Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass das wirklich passiert und dass Sie auf diese Weise nicht viel mehr erreichen, als wenn Sie einfach einen Klecks Creme auf die Haut drücken.
Wirken diese Pflaster wirklich?
Einer der wichtigsten Gründe, warum das Abkleben eines Pickels helfen kann, ist aus meiner Sicht, dass Sie dadurch nicht mehr daran herumfummeln. Das ist bei Entzündungen und kleinen Wunden (und das sind Pickel häufig) sehr wichtig. Denn so verlockend es auch ist: Pickel auszudrücken oder ständig (unbewusst) daran zu fassen, verschlimmert die Sache oft nur. Außerdem erzeugen Sie mit einem Pflaster einen sogenannten okklusiven Effekt – mit anderen Worten: Sie schließen die Haut kurzzeitig ab. So unterstützen Sie die geschädigte Haut unmittelbar bei der Regeneration.
Einschränkungen bei der Anwendung
Trotzdem möchte ich auch einige Anmerkungen machen. Es ist wichtig, dass Sie die Haut (mit Pickeln) reinigen, bevor Sie die Pflaster aufkleben. Es ist außerdem keine gute Idee, den Pickel vorher auszudrücken. Oft geschieht das nicht auf die richtige und hygienische Weise. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie ungewollt ein Umfeld auf der Haut schaffen, in dem sich alles gut vermehren kann – und der Pickel unter dem Pflaster nur noch schlimmer wird.
➤ Ausdrücken?Eigentlich sollten Sie es nicht tun. Wenn Sie es aber wirklich nicht lassen können, weil Sie am nächsten Tag etwas sehr Wichtiges haben … dann machen Sie es auf die richtige Art.
So drücken Sie einen Pickel aus.
Denken Sie daran: Spot-Treatments wirken nur lokal und vorübergehend
Akne-Sticker können also einen lokalen Ausbruch schnell eindämmen. Ich sehe sie jedoch eher als Notlösung. Denn bedenken Sie, dass solche Spot-Treatments nichts an der zugrunde liegenden Ursache ändern. Wenn Sie häufig unter wiederkehrenden Aknebeschwerden leiden, behandeln Sie besser Ihre gesamte Haut und versuchen Sie zu verhindern, dass neue Pickel überhaupt entstehen.
Wie?
- Indem Sie die Haut zweimal täglich mild reinigen, sodass Schmutz und Bakterien keine Chance haben -> Cleanser
- Sorgen Sie dafür, dass die Talgdrüsen nicht durch überschüssigen Talg und abgestorbene Hautzellen verstopfen -> verwenden Sie täglich ein Exfoliant mit Salicylsäure
- Schauen Sie sich Ernährung und Lebensstil einmal kritisch an. Es gibt Produkte, die die Talgproduktion unbemerkt ansteigen lassen.
- Wussten Sie, dass ich auch ein Serum habe, das speziell für die unreine Haut entwickelt wurde? -> Azelaic Acid Serum
- Und nicht vergessen … don’t touch. Und fangen Sie bitte auch nicht an zu rubbeln und schrubben.
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