Was verursacht bei Ihnen Rosacea?

Bei Rosacea ist die Haut oft gerötet und weist manchmal auch Knötchen und Pickel auf. Die Hauterkrankung ist chronisch und kommt bei ungefähr einer von fünf Frauen vor. Doch die meisten Betroffenen wissen nichts davon. Die Diagnose Rosacea wird oft nicht gestellt und die Beschwerden werden schon einmal als Akne betrachtet. Wie entsteht Rosacea? Gibt es Medikamente, die helfen? Wie pflegen Sie diese Haut? Gibt es eine spezielle Rosacea-Creme? Dr. Jetske Ultee listet alle neuesten Erkenntnisse auf.
 

 

➤ Was ist Rosacea und wie sieht die Erkrankung aus?

Bei Rosacea gibt es unterschiedliche Beschwerden. Die wichtigsten sind: schnelles Erröten (Flushes oder Anfälle), anhaltende Rötungen und sichtbare Äderchen im Gesicht, auch Couperose genannt.
Es gibt auch eine Form von Rosacea, bei der sich Papeln, Pickel und rote Hautverdickungen manifestieren. Diese Form wird auch Rosacea Typ 2 genannt. In der Literatur geht man von vier Subtypen aus, bei denen die Hautverdickungen vor allem im Nasenbereich (Typ 3) und Irritation der Augen (Typ 4) am seltensten auftreten. Die Subtypen werden auch als Stadien bezeichnet. Es ist jedoch nicht so, dass von Rosacea Betroffene alle Merkmale der Erkrankung "durchlaufen".

*Die verschiedenen Subtypen (oder ein paar ihrer Symptome) können auch gleichzeitig auftreten

 


 

➤ Was ist die Ursache von Rosacea?

In den letzten Jahren wird auch untersucht, welchen Einfluss Demodex-Milben auf diese Erkrankung haben. Diese Hautmilbe kommt auf jeder Haut vor, auf Rosaceahaut jedoch vermehrt, vor allem bei den Typen 1 und 2. Die Milben vermehren sich bei Hautschäden, beispielsweise durch UV-Einwirkung, und mit zunehmenden Alter. Es scheint, dass diese Parasiten das Entstehen und den Verlauf der Beschwerden beeinflussen. Eigentlich sind es die Bakterien, die auf diesen Parasiten vorkommen und auf der Haut zurückbleiben, wenn die Milbe stirbt. Diese können eine Entzündungsreaktion in der Haut und den Gefäßen (Couperose) auslösen. Die gute Nachricht ist, dass es Mittel gibt, die gut gegen die Milben wirken.

Demodex-Milben
In den letzten Jahren wird auch untersucht, welchen Einfluss Demodex-Milben auf diese Erkrankung haben. Diese Hautmilbe kommt auf jeder Haut vor, auf Rosaceahaut jedoch vermehrt, vor allem bei den Typen 1 und 2. Die Milben vermehren sich bei Hautschäden, beispielsweise durch UV-Einwirkung, und mit zunehmenden Alter. Es scheint, dass diese Parasiten das Entstehen und den Verlauf der Beschwerden beeinflussen. Eigentlich sind es die Bakterien, die auf diesen Parasiten vorkommen und auf der Haut zurückbleiben, wenn die Milbe stirbt. Diese können eine Entzündungsreaktion in der Haut und den Gefäßen (Couperose) auslösen. Die gute Nachricht ist, dass es Mittel gibt, die gut gegen die Milben wirken.

Rosacea und (zu viele) Darmbakterien
Rosacea wird auch mit einer Dünndarmfehlbesiedlung, auch SIBO genannt, in Verbindung gebracht. SIBO steht für Small Intestinal Bacterial Overgrowth, einem übermäßigen Bakterienwachstum im Dünndarm, das Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen verursachen kann. Vieles deutet darauf hin, dass Rosacea und eine Dünndarmfehlbesiedlung häufig zusammen auftreten. Eine signifikante Verbesserung der Rosaceabeschwerden nach einer Behandlung der Darmerkrankung scheint diesen Zusammenhang zu bestätigen.

Rosacea und Diabetes
Rosacea hängt möglicherweise auch mit Diabetes Typ 1 zusammen. Das geht aus Studien zur DNA von Rosaceapatienten hervor. Andere Studien haben gezeigt, dass Diabetes-Patienten, die sich in Behandlung befinden, mit größerer Wahrscheinlichkeit nicht von der Hauterkrankung betroffen sein werden. Insulin oder andere Medikamente wirken sich möglicherweise positiv auf Rosaceabeschwerden aus. Auch andere Erkrankungen werden mit Rosacea verbunden, wie beispielsweise in dieser groß angelegten dänischen Studie zu lesen ist.

Wie genau diese Krankheiten mit Rosacea zusammenhängen, ist noch immer nicht geklärt. Ist es genetisch bedingt? Oder spielen vielleicht übereinstimmende Faktoren des Lebensstils und der Umgebung eine Rolle? Dazu sind noch viele weitere Studien notwendig.

 


 

➤ Welche Medikamente gegen Rosacea gibt es?

Rosacea ist leider immer noch nicht (vollständig) heilbar. Es gibt jedoch inzwischen immer mehr Behandlungsmethoden für die häufigsten Beschwerden wie Rötungen, Juckreiz und ein brennendes Gefühl auf der Haut.

Bei vielen an Rosacea erkrankten Menschen lassen sich mit der Verwendung einer antibiotikahaltigen Creme (Metronidazol) gute Ergebnisse erzielen. Diese können Sie sich von Ihrem Hausarzt oder Dermatologen verschreiben lassen. In manchen Fällen ist das aber nicht ausreichend, dann können zusätzlich Antibiotika eingenommen werden. Nachteile sind mögliche Nebenwirkungen und das Resistenzrisiko (Unempfindlichkeit der Bakterie gegenüber dem Medikament). Glücklicherweise können mit niedrig dosierten Antibiotika inzwischen auch gute Ergebnisse erzielt werden.

Inzwischen sind wieder neue Mittel auf dem Markt. So ist das Medikament Rhofade seit Kurzem in den USA erhältlich. Der Wirkstoff Oxymetazolin wirkt unterstützend bei der Behandlung anhaltender Gesichtsrötungen. In Europa ist das vergleichbare Mirvaso erhältlich, das Brimonidin enthält. Auch dieser Stoff sorgt dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen, wodurch Hautrötungen abnehmen. Die Erfahrungen mit Mirvaso sind jedoch gemischt. Es gibt auch Patienten, bei denen sich die Rötungen verschlimmerten.

Ein Inhaltsstoff, der auch erfolgreich zur Behandlung von Rosacea eingesetzt wird, ist Azelainsäure. Der Stoff wirkt auch gegen Akne, was praktisch ist, da Akne und Rosacea oft zusammen auftreten. Azelainsäure bietet noch einen weiteren Vorteil: Sie kann Pigmentflecken etwas aufhellen.

Auf unserer Website Skinwiser finden Sie noch weitere interessante Artikel zur Behandlung von Rosacea. Wussten Sie beispielsweise, dass Roaccutan nicht nur zur Behandlung von Akne, sondern auch bei der Behandlung von Rosacea eingesetzt werden kann? Der Wirkstoff Isotretinoin, auch als Vitamin-A-Säure bekannt, bekämpft direkt Papeln und Pusteln und verringert auch den Blutfluss zur Haut. Isotretinoin kann darum bei den Subtypen 1, 2 und 3* eine gute Behandlungsmöglichkeit sein.*

 


 

➤ Die wichtigsten Auslöser für Rosacea

Jeder, der von Rosacea betroffen ist, weiß, wie schwierig es sein kann, die Rötungen und die Anfälle unter Kontrolle zu bekommen. Im Alltag gibt es eine Menge Auslöser, die die Haut "in Feuer und Flamme" versetzen können. Kälte und Wind beispielsweise, aber auch Sonnenstrahlen. Stark gewürzte Speisen können ebenfalls dafür sorgen, dass sich die Beschwerden verschlimmern, genauso wie ein Saunabesuch, warme Getränke, intensiver Sport und Rauchen. Glücklicherweise wissen wir immer besser, welche Faktoren Sie besser meiden sollten.

Wussten Sie, dass eine gesunde Ernährung in einigen Fällen auch die Rosaceabeschwerden verschlimmern kann? Histaminreiche Lebensmittel zum Beispiel. Dazu zählen Tomaten, Spinat, Avocados, Mangos, Kiwis, Erdbeeren, aber auch Gewürze wie Zimt und Koriander. Und so kann gerade der so gesunde Spinat-Smoothie oder Mango-Shake unbemerkt für Probleme statt einen strahlenden, frischen Look sorgen. Es ist darum empfehlenswert, ein Ernährungstagebuch zu führen, in dem auch eventuelle Verschlimmerungen (oder Verbesserungen) der Hautbeschwerden festgehalten werden.

Triggers Rosacea

Rosacea kann sich durch Alkoholgenuss verschlimmern. Vor allem von Rotwein ist bekannt, dass er Beschwerden auslösen kann. Unlängst hat sich herausgestellt, dass Weißwein möglicherweise bei der Entstehung der Krankheit eine Rolle spielt. Was ist da dran? Hier können Sie die neuesten Befunde zum Zusammenhang zwischen Wein und Rosaceabeschwerden lesen.

 


 

➤ Bekannte Missverständnisse über Rosacea

Wie gesagt, kann Wein trinken Rosaceabeschwerden verschlimmern. Es ist jedoch ein Irrtum, dass die Erkrankung aufgrund von Alkoholmissbrauch entsteht. Vor allem Menschen mit Rosacea Subtyp 3, der vergrößerten roten Nase, sind mit diesem Vorurteil konfrontiert. Die typischen roten, rosigen Wangen werden übrigens manchmal zu Unrecht als extreme Verlegenheit angesehen.

Rosacea ist keine Folge schlechter Körperhygiene und auch wirklich nicht ansteckend.

 


 

➤ Welche Stoffe sollten Sie bei Rosacea meiden?

Was für jeden Hauttyp gilt, gilt für die sensible Rosaceahaut ganz besonders: Meiden Sie reizende Inhaltsstoffe. Das sind beispielsweise Duftstoffe, Alkohol (außer die mit dem Zusatz cetyl, stearyl, cetearyl und lanolin), zitrusartige Stoffe, Menthol, Lavendel oder Aceton. Auf Uncover Skincare finden Sie noch weitere Beispiele für reizende Stoffe.

Lassen Sie sich nicht von "beruhigenden Behauptungen" wie hypoallergen, dermatologisch getestet oder pH-neutral in die Irre führen. Das sagt nicht viel aus und ist keine Garantie für Ihre sensible Haut. Für sogenannte Naturkosmetik gilt dasselbe: Sie ist auf keinen Fall immer milder. Die Haltbarkeit von Produkten ist ein weiterer wichtiger Punkt, betont Dr. Jetske Ultee auch regelmäßig in ihren Ratschlägen für die Pflege sensibler Haut.

 


 

➤ Möchten Sie gern eine persönliche Beratung?

Möchten Sie mehr über die Erkrankung oder die richtige Pflege Ihrer Haut wissen? Sind Sie sich nicht sicher, welches Produkt am besten zu Ihnen passt? Haben Sie Fragen zur Wirkung?  Kontaktieren Sie ruhig unsere Hautexperten.